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	<title>UMLOG &#187; 2008</title>
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		<title>ELFTER SEPTEMBER</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2008 18:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[11.September]]></category>
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		<description><![CDATA[Als in den Morgenstunden des elften September die Flugzeuge gekommen waren und dann aus dem grossen Gebäude Rauch aufstieg, als die Überlebenden auf die Strasse flohen und sich die Informationen im zusammenbrechenden Kommunikationssystem der Stadt, einander widersprechend, überschlugen, wurde nach und nach klar, dass nach diesem Tag nichts mehr so sein würde, wie es zuvor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als in den Morgenstunden des elften September die Flugzeuge gekommen waren und dann aus dem grossen Gebäude Rauch aufstieg, als die Überlebenden auf die Strasse flohen und sich die Informationen im zusammenbrechenden Kommunikationssystem der Stadt, einander widersprechend, überschlugen, wurde nach und nach klar, dass nach diesem Tag nichts mehr so sein würde, wie es zuvor gewesen war. Chile.</p>
<p><span id="more-109"></span>Der Luftangriff auf die <a title="Wikipedia-Eintrag zum chilenischen Präsidentenpalast La Moneda" href="http://de.wikipedia.org/wiki/La_Moneda" target="_blank">La Moneda</a> und auf Stadtviertel Santiago de Chiles bedeutete am Morgen des elften September die Machtübernahme des illoyalen Arschlochs <a title="Wikipedia-Eintrag zu Augusto Pinochet" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Augusto_Pinochet" target="_blank">Augusto Pinochet</a> und beendete das Leben des gewählten Präsidenten Chiles, <a title="Wikipedia-Eintrag zu Salvador Allende" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende" target="_blank">Salvador Allende</a>. Nach Stunden des heftigen militärischen Widerstands gegen den faschistischen Putsch durch seine letzten Vertrauten im Präsidentenpalast, und nach einer allerletzten &#8211; von einer der wenigen noch sendefähigen Stationen übertragenen &#8211; Radioansprache an das Volk Chiles, &#8211; <em>(unten gibt es den Soundtrack zum Artikel)</em> &#8211; schickte Salvador Allende, im Glauben, dadurch ihr Leben zu retten, seine verbliebenen Verteidiger hinaus auf die Strasse zu ihren Häschern. Allende selbst wurde später erschossen in den Ruinen der Moneda aufgefunden, die Umstände seines Todes sind nie endgültig geklärt worden.</p>
<p>Als sich schliesslich der Tag heute vor 35 Jahren seinem Ende <a title="Chronik der Ereignisse von Matthias Mann" href="http://www.emmemm.de/chile1973/chronik.html" target="_blank">entgegenquälte</a>, war die kurze, aber hoffnungsvolle Geschichte der <a title="Wikipedia-Eintrag zur Unidad Popular" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unidad_Popular" target="_blank">Unidad Popular</a> in Chile beendet. Schon in den nächsten Tagen waren tausende Chilenen <a title="Foto-Dokumente der Verhaftungen" href="http://www.emmemm.de/chile1973/verhaft.html" target="_blank">verhaftet</a>, <a title="Foto-Dokumente der Morde" href="http://www.emmemm.de/chile1973/ermord.html" target="_blank">getötet</a> oder auf der Flucht, darunter viele der wichtigsten Künstler und Intellektuellen des Landes. Unter ihnen auch <a title="Wikipedia-Eintrag zu Victor Jara" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Jara" target="_blank">Victor Jara</a>, der wie 5.000 andere, noch am gleichen Tag im Stadion Santiago de Chiles interniert wurde. Die Folterer brachen ihm zunächst beide Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte und ermordeten ihn schliesslich innerhalb der ersten Woche nach dem konterrevolutionären Putsch.</p>
<p>Weniger als ein Jahr danach hatte sich die Junta mit Folterungen und Mord, weltweiten Protesten zum Trotz, jedoch unter dem Beifall vieler westlichen Regierungen, in Chile fest etabliert, während zehntausende Chilenen ausser Landes flohen. Alleine die DDR rettete 2.000 Opfer der Reaktion vor Verfolgung und Vernichtung. Auch in der, noch von <a title="Wikipedia-Eintrag zu Willy Brandt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt" target="_blank">Willy Brandt</a> regierten, Bundesrepublik waren mehrere tausend von ihnen untergekommen und mit ihnen die Erfahrungen eines neuen Faschismus. Sie erlebten mit, wie, wenige Monate nach dem Putsch, eine chilenische Mannschaft &#8211; die sich nur hatte qualifizieren können, weil die sowjetische Sbornaja sich weigerte, nach dem Morden, das im zum KZ gewordenen <a title="Fotos zur FIFA-Entscheidung zur Austragung" href="http://www.emmemm.de/chile1973/stadion.html" target="_blank">Nationalstadion Santiagos</a> stattgefunden hatte, dort anzutreten, obwohl die FIFA den blutgetränkten Boden für bespielbar hielt &#8211; bei der WM in Deutschland unter ihren <a title="Artikel zu den damaligen Protestaktionen" href="http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/857.html" target="_blank">Protesten und Aktionen</a> von Demonstranten ein Vorrundenspiel gegen die BRD mit 0:1 verlor, sie setzten, wo es möglich war, ihre Arbeit in der DDR oder der BRD fort, sie besuchten die Universitäten und sie engagierten sich im Kulturleben ihrer Gastländer. Auch an unserer Schule tauchten neue Mitschüler auf, deren Eltern ihr Heimatland eben noch hatten verlassen können. Die Begegnung mit ihnen war für uns junge Schüler das erste Aufeinandertreffen mit Flüchtlingen, die um die halbe Welt geflohen waren, um Tod oder Folter zu entgehen und für manche war es der erste Kontakt zu ausländischen Jugendlichen überhaupt. Durch die Bekanntschaft zu ihnen begannen einige erstmals, sich näher für die Hintergründe der Flucht zu interessieren. Das, was sie erfuhren, löste Verstörung, Empörung und Mitgefühl aus &#8211; die Opfer der brutalen Gewalt bekamen ein Gesicht. Das unserer Mitschüler.</p>
<p>Doch das betraf nicht nur uns jugendliche Schüler. Ganz im Gegensatz zu verschiedenen Politikern der BRD, die, wie Franz-Josef Strauss, der Ansicht waren, dass &#8220;angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, (&#8230;) das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang (erhält)“, reagierte die &#8211; noch von den politischen Diskussionen der späten sechziger Jahre beeinflusste &#8211; Gesellschaft der BRD mehrheitlich betroffen und oft sogar solidarisch mit den nach Deutschland Geflohenen. In der BRD entstand die erste Solidaritätsbewegung mit einem Land, das häufig dem Trikont zugerechnet wurde, was angesichts des hohen Industrialisierungsstands Chiles eigentlich ungenau war.</p>
<p>Diese &#8211; heute fast nicht mehr denkbare &#8211; breite Reaktion auf einen faschistischen Putsch am anderen Ende der Welt, die oft zwischen Hilflosigkeit, Trauer und Wut schwankte, hatte einen ihrer Ausgangspunkte im Erkennen der Tatsache, dass der Kapitalismus eine systemimmanente echte Veränderung niemals zulassen würde &#8211; allen, einer friedlichen und demokratischen Lösung zuliebe, eingegangenen Kompromissen zum Trotz, und im offenen Widerspruch zur demokratischen Maskierung, mit der die imperialistischen U.S.-amerikanischen und europäischen Interessen damals wie heute getarnt werden. Der 1968, durch Panzer des Warschauer Vertrags, und unter grosser Anteilnahme der westdeutschen Öffentlichkeit, beendete &#8220;Prager Frühling&#8221; in der realsozialistischen CSSR war erst fünf Jahre vorbei &#8211; da soff die wohlige Illusion, dass systemverändernde Entwicklungen im &#8220;freien Westen&#8221; anders verlaufen würden, in chilenischen Blutlachen von CIA und Pinochet endgültig ab. Und mit ihr die Zuversicht, auf den, vom Kapitalismus angebotenen Wegen wirkliche Veränderungen erreichen zu können. Für diese verlorene Illusion der Linken hatten die chilenischen Anhänger der Unidad Popular einen hohen Blutzoll zahlen müssen.</p>
<p>Und wie um chilenische Erfahrungen nachzuvollziehen, zerbrach an dieser Erkenntnis im weiteren Verlauf der Geschichte auch eine bis dahin noch bestehende Aktionseinheit fortschrittlicher Gruppen in den meisten der westlichen Länder. In den Jahren nach dem in Chile geführten Krieg gegen das Volk verstärkten bewaffnete Gruppen weltweit ihren Kampf gegen Imperialismus und Kapital; auch mit dem Ziel, dass die bittere Erfahrung der chilenischen Revolution nicht umsonst gewesen sein sollte. Andere, die vor notwendigen Konsequenzen zurückschreckten, begannen stattdessen, sich auf rein reformistische gesellschaftliche Teilaspekte zu beschränken, und sich aus Systemfragen zunehmend zurückzuziehen. Ein Weg, der später in einer ängstlich-pazifistischen Friedensbewegung und in der Gründung einer staatstragenden Umweltpartei münden sollte. Wurden diese vom System nach und nach absorbiert, so wurden jene im Verlauf ihres zunehmend verzweifelter werdenden Kampfes durch Counter-Strategien und Repression, aber auch durch eigene strategische Fehleinschätzungen beinahe vollständig aufgerieben, getötet oder verhaftet. Viele sitzen noch heute in den Knästen. Der weltweite Aufbruch der frühen siebziger Jahre kam zum Erliegen.</p>
<p>Ohne den elften September 1973 wäre die Entwicklung der Auseinandersetzung mit dem kapitalistischen System zweifellos anders verlaufen. An diesem Tag vor 35 Jahren jedoch landete die CIA, und mit ihr das Kapital, einen grossen Coup gegen alle aktuellen und zukünftigen Bestrebungen, den Kapitalismus zu überwinden.</p>
<p>Eine geglückte, friedliche revolutionäre Veränderung Chiles, hätte zu einem Zeitpunkt, an dem das kapitalistische System weltweit unter Druck geraten war &#8211; im gleichen Jahr erst hatten die U.S.A. aufgrund einer sich zuspitzenden wirtschaftlichen Krise den Krieg in Vietnam endgültig verloren gegeben &#8211; eine positive Dynamik entfalten können. Eine erfolgreiche und demokratisch herbeigeführte Transformation eines &#8211; im Verhältnis &#8211; gut entwickelten Industrielandes zu einem sozialistischen Modell hätte nicht nur in Süd- und Mittelamerika ein Leitbild für progressive, linke, in einem breiten Bündnis agierende, gewerkschaftliche und politische Bewegungen sein können &#8211; die Begeisterung und die Aufbruchsstimmung, die die Unidad Popular auf den Strassen und Plätzen Chiles auslöste, war höchst ansteckend. Diese Ansteckungsgefahr war akut, und äusserte sich in einer Form, die sich auch heute noch, beispielsweise durch einige hervorragende Dokumentarfilme wie die von <a title="IMDb zu Patricio Guzmán" href="http://german.imdb.com/name/nm0350099" target="_blank">Patricio Guzmán</a>, auf Betrachter überträgt.</p>
<p>Die faschistische Niederschlagung der chilenischen Revolution hingegen ist einer der entscheidenden Wendepunkte für die spätere weltweite Niederlage emanzipatorischer Bewegungen gewesen. Jener dynamische Prozess, der positiv denkbar gewesen wäre, lief nun in gegensätzlicher Richtung ab.</p>
<p>Die Niederlage der chilenischen Revolution war auch der Beginn einer durchgeprügelten neoliberalen Wirtschaftsordnung. Deren, durch die Junta erstmals weitgehend etablierten Glaubenssätze &#8211; die in Chile zunächst als Korrekturen &#8220;sozialistischer Experimente&#8221; dargestellt wurden &#8211; bilden mittlerweile weltweit die Basis einer Politik zulasten der Armen und zugunsten der Besitzenden. Der Angriff auf staatliche Sozialversicherungssysteme etwa, wurde erstmals in Chile geprobt, als die Junta die chilenische Sozialversicherung, die die älteste ausserhalb Europas gewesen war, zur Disposition stellte. Und auch für eine antigewerkschaftliche Politik, wie sie am Ende des Jahrzehnts von Margret Thatcher in England betrieben werden sollte, hatte man im faschistischen Chile Pinochets zuvor ein willkommenes Experimentierfeld gefunden.</p>
<p>Nach dem elften September 1973 ist also tatsächlich nichts mehr so gewesen, wie zuvor. Der Tag war der Anfang eines Endes, dessen ganze Wirkung erst mit der Zeit eintrat.</p>
<p>Angesichts der Emotionsinszenierungen, die sich mit einem ganz anderen, ebenfalls an einem elften September stattgefundenen, Ereignis beschäftigen und heute ganztags aus den Medien schwappend, unsere Hirne verkleistern sollen, soll hier deshalb an den elften September vor 35 Jahren erinnert werden, ohne den auch Nine-Eleven möglicherweise nur ein ganz gewöhnlicher Werktag geblieben wäre.</p>
<p>Es soll eine Erinnerung sein an ein Datum, das tausende Menschen ihr Leben kostete und den weiteren Verlauf des revolutionären Kampfes massgeblich bestimmte. Ein Datum, das noch heute traurig macht, wenn man z.B. in Patricio Guzmáns Dokumentation über seinen dreiteiligen Film <a title="IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 1" href="http://german.imdb.com/title/tt0072685" target="_blank">&#8220;Die Schlacht</a> <a title="IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 2" href="http://german.imdb.com/title/tt0074187" target="_blank">um</a> <a title="IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 3" href="http://german.imdb.com/title/tt0078831" target="_blank">Chile&#8221;</a>, in die Gesichter jener Passanten im heutigen Santiago de Chile blickt, die zunächst staunend, und dann mit Tränen in den Augen den Marsch einer jungen Studentenkapelle verfolgen, die mitten in Santiago jahrzehntelang verbotene Hymnen der Unidad Popular spielt, und in denen sich die zaghafte und wehmütige Erinnerung an eine Zeit des verlorenen Aufbruchs widerspiegelt.</p>
<p>Ein Datum auch, das wieder die Perspektive auf Entwicklungen in Lateinamerika richtet, z.B. nach Venezuela oder Bolivien, bei der man erkennen muss, wie manche Abläufe sich zu wiederholen scheinen. Die Strategien, die sich heute gegen <a title="Wikipedia-Eintrag zu Hugo Chávez" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ch%C3%A1vez" target="_blank">Hugo Chávez</a> oder <a title="Wikipedia-Eintrag zu Evo Morales" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evo_Morales" target="_blank">Evo Morales</a> richten, ähneln in weiten Teilen jener Kampagne gegen Salvador Allende, die den Putsch der Militärs vorbereiten sollte. Doch nichts ist entschieden. Noch kann Geschichte diesmal anders ausgehen und noch scheint es, als könnte Savador Allende mit seiner letzten Rede doch Recht behalten: <em>In diesen düsteren und bitteren Augenblicken, in denen sich der Verrat durchsetzt, sollt ihr wissen, dass sich früher oder später, sehr bald, erneut die großen Straßen auftun werden, auf denen der würdige Mensch dem Aufbau einer besseren Gesellschaft entgegengeht.*</em></p>
<p><strong>¡ El Pueblo Unido Jamás Será Vencido !</strong></p>
<p>Einige weiterführende Links zum Thema:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Chile" target="_blank">Der Wikipedia-Eintrag zum Putsch am 11.09.1973 </a><br />
<a href="http://www.fr-online.de/chile/" target="_blank">Ausführliches Dossier der Frankfurter Rundschau zum Thema </a><br />
<a href="http://www.emmemm.de/chile1973/chronik.html" target="_blank">Chronik der Ereignisse von Matthias Mann</a><br />
<a href="http://www.neuer-weg.com/politik/diverses/11.september1973.htm" target="_blank">Umfassende Linksammlung zu Interviews, Gesprächen und Dokumenten</a><br />
<a href="http://video.google.de/videoplay?docid=397228709346047907&amp;ei=kK7KSPbWBqf62wKj85C0Ag&amp;q=Patricio+Guzm%C3%A1n" target="_blank">Google-Video: Die Schlacht um Chile, Teil 1 von Patricio Guzmán (span./96 Min.)</a><br />
<a href="http://video.google.de/videoplay?docid=397228709346047907&amp;ei=kK7KSPbWBqf62wKj85C0Ag&amp;q=Patricio+Guzm%C3%A1n" target="_blank">Google-Video: Die Schlacht um Chile, Teil 2 von Patricio Guzmán (span./86 Min.)</a></p>
<p><a href="http://www.um3000.org/trax/1970-1973-1983.mp3"><strong>+++ Der Soundtrack zum Artikel 1970 &#8211; 1973 &#8211; 1983 +++</strong></a></p>
<p>1. 1970 &#8211; Hoffnung<br />
&#8220;El pueblo Unido Jamás Será Vencido&#8221;, unbekannte Interpreten. Die Aufnahme wurde bei einer Unidad Popular Wahlveranstaltung zur Präsidentschaftswahl 1970 angefertigt.</p>
<p>2. 1973 &#8211; Trauer<br />
Die letzte Rede von Salvador Allende am Vormittag des 11.09.1973, an seinem Schreibtisch stehend über Telefon gehalten und von Radio Magallanes übertragen. Zu hören sind auch Excerpts zweier Variationen von &#8220;The People United Will Never Be Defeated&#8221; von Frederic Rzewski, der die insgesamt 37 Klavier-Variationen der Unidad Popular-Hymne 1975 komponierte, sowie ein Clip von &#8220;Venceremos&#8221; in der Interpretation des Chors der Roten Armee.</p>
<p>3. 1983 &#8211; Trotz<br />
&#8220;El pueblo Unido Jamás Será Vencido&#8221; von Quilapayún. Die Aufnahme entstand bei einer Solidaritätsveranstaltung am zehnjährigen Jahrestag des faschistischen Putsches in Argentinien.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DER NRW-TAG. (VII+ENDE)</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 18:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
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		<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wuppertal bewegt. Kaum was. Das vermeintliche Grossereignis NRW-Tag 2008 entpuppte sich am Wochenende als ein &#8211; wunderbar von allen Seiten ausgeleuchtetes &#8211; Windei. Weder war es jenes epochale Ereignis, als dass es offiziellerseits lange verkauft wurde, noch wurde das Wochenende zu einem starken Zeichen des Protests. Das in weiten Teilen schlichte Volksfest, dem Lokalpolitik und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wuppertal bewegt. Kaum was.</strong></p>
<p>Das vermeintliche Grossereignis NRW-Tag 2008 entpuppte sich am Wochenende als ein &#8211; wunderbar von allen Seiten ausgeleuchtetes &#8211; Windei. Weder war es jenes epochale Ereignis, als dass es offiziellerseits lange verkauft wurde, noch wurde das Wochenende zu einem starken Zeichen des Protests.</p>
<p><span id="more-106"></span>Das in weiten Teilen schlichte Volksfest, dem Lokalpolitik und Stadtmarketing länger als ein Jahr sämtliche Prioritäten eingeräumt hatten, ging bundesweit nahezu vollständig unbemerkt vonstatten. Die Bühne der medialen Aufmerksamkeit, auf der die &#8220;einmalige Gelegenheit, die Stadt Wuppertal zu präsentieren&#8221;, stattfinden sollte, beschränkte sich dann letztlich doch auf einen Radius, der nicht bis hinter das WDR-Landesstudio reichte.Kein einziger überregionaler Artikel und nicht ein Bericht über Wuppertal als &#8220;Standort starker Marken und Global-Player&#8221; sind in den bürgerlichen Medien erschienen und noch immer liegt die Website <a title="nrwtagversenken.blogsport.de" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">NRW Tag in der Wupper versenken</a>, unmittelbar hinter der Startseite und dem Programm des NRW-Tags, sowie einer Seite, die sich mit dem letztjährigen Veranstalter, Paderborn, beschäftigt, auf einem sensationellen vierten Platz der aktuellen <a title="Google-Suchergebnisse" href="http://www.google.de/search?q=NRW-tag&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">Google-Ergebnisseite</a>. Dem Google-Ranking nach zu urteilen handelte es sich beim NRW-Tag also offenbar nur um allseits in die Augen gestreuten Sand.Das Ganze also nur ein lokales Gedöns ohne jede, über Wuppertal hinausweisende, Bedeutung? Der NRW-Tag nur ein Fake der städischen Vermarktungsagentur zur Bestätigung einer eigenen Notwendigkeit?</p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/stadthalle_1.jpg" alt="Tribunal 29/08/2008" width="490" /></div>
<p>Wer weiss. Vielleicht sind die wichtigsten Präsentationen ja hinter den verschlossenen Türen des von der Bevölkerung abgeschirmten Teils des NRW-Tags abgelaufen, z.B. vor privaten Investoren, denen man weitere Stücke gemeinsamen, kommunalen Eigentums zuschanzen möchte. Die teilweise an einen Staatsbesuch erinnernde Präsenz von Ordnungskräften an der Stadthalle, mit der einige Demonstranten auf eine absurd grosse Distanz zum Meet &amp; Greet der Provinzprominenz gehalten werden sollten, lässt zumindest darauf schliessen, dass der relevantere Teil des NRW-Tags sich bei Empfängen oder dem Unternehmerkongress abgespielt haben dürfte. Sicher kann man nur sein, dass Vorhaben, die dort verabredet wurden, sich gegen die Interessen derjenigen richten werden, die sich zeitgleich durch die PR-Abteilungen von Bundeswehr, Polizei und Kapital in grosser Zahl haben bespassen lassen.Wer mit offenen Augen herumlief, konnte am Freitagnachmittag viele Situationen beobachten, die den inneren Zustand der Gesellschaft bestens illustrierten. Einer kleinen Versammlung kämpferisch Unzufriedener gegenüber, versammeln sich selten geschmacklos gekleidete Menschen auf der Freitreppe eines nur ihnen vorbehaltenen Prachtbaus, der doch eigentlich allen Bürgern der Stadt gehören sollte. Voneinander getrennt wurden die beiden kleinen Gruppen durch eine sechzig Meter breite Pufferzone und die darin befindlichen Polizisten. Während auf der einen Seite der Demarkationslinie um die Artikulaltion von Flüchtlings-, Mieter- oder einfach Bürgerinteressen gerungen wird, zelebrieren sich die anderen drüben selber, und arbeiten an der fortgesetzten Durchsetzung ihrer Eigeninteressen.Die, um die es dabei geht, die Wuppertaler schliesslich, deren Lebensqualität hinter verschlossenen Türen an belgische Energiekonzerne oder ortsnahe Drahtzieher korrupter Netzwerke verhökert werden, feiern unterdessen die Schimäre einer lebenswerten, netten Stadt. Sie machen sich sogar das sie verhöhnende Motto des Stadtmarketings &#8220;Keiner wie wir&#8221; zueigen, dessen wahre Bedeutung sich bei der Selektion genehmer Gäste an der Stadthalle, oder auch beim <a title="nrwtagversenken.blogsport.de" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/2008/08/30/pressemitteilung/" target="_blank">Trachtenumzug in Sonnborn</a> gezeigt haben dürfte.In dieser Beziehung hinterlässt das vergangene Wochenende dann auch Ratlosigkeit. Irgendetwas kann nicht stimmen. Während auf der einen Seite auf einen angeblichen &#8220;Linksruck&#8221; der Gesellschaft draufgehauen wird, dass die mediale Schwarte kracht, und Deutschland tatsächlich auch das derzeit einzige westeuropäische Land mit einer erstarkenden, zumindest dem Namen nach, linken Partei jenseits der Sozialdemokratie ist, lässt sich auf der anderen Seite weder der vermeintliche Trend, noch die parteipolitische Tatsache im Geschehen wahrnehmen.Im Gegenteil. Unkritische und unhinterfragte Standpunkte sind en Vogue. Vorgetragene Kritik gilt als Miesepeterei. Kein Problem also für das lokale Zeitungs-Monopol, eine bis zum heutigen Morgen andauernde &#8211; und an <a title="WIKIPEDIA-Notiz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Westdeutsche_Zeitung#Redaktion" target="_blank">Hartmannsche Zeiten</a>erinnernde &#8211; Jubelperserberichterstattung durchzuziehen, peinlich darauf achtend, die politischen und kritischen Themen des NRW-Tags mit keinem Wort zu erwähnen. Kein Problem auch für die Politiker, sich bei der ein oder anderen Vergnügung zu zeigen, um gönnerhaft zu winken und Sprechblasen dazulassen, deren Inhalt häufig jeder Logik spotten.So kann, unter Ausblendung urbaner Realitäten, die &#8220;Cronenbergisierung&#8221; einer grossen Industriestadt erfolgreich weiter vorangetrieben werden. Was immer den Blick auf die Inszenierung einer heilen Welt stört, wird unsichtbar gemacht oder instrumentalisiert. Vernichtung durch Niedlichkeit. Und so kann weiter glaubhaft vorgekaukelt werden, lokale &#8220;Entscheidungsträger&#8221; setzten sich für die Interessen der Wuppertaler ein, obwohl sie doch qua Parteibunch an bevölkerungsfeindliche Interessenpolitik gebunden sind.Wie z.B. kann man einem Peter Jung, der gleichzeitig Oberbürgermeister und als solcher Angehöriger des mittleren Managements einer Partei ist, die den Raub des Volksvermögens Bahn entscheidend vorantreibt, abnehmen, ernsthaft und entschieden lokale Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zu vertreten, wenn diese doch privatisierungsschädlich sind? Krieg ist Frieden und Frieden ist Krieg.Trotz breit gestreuter Themen ist es den Protestgruppen nicht gelungen, dem etwas wahrnehmbar entgegenzusetzen und dem NRW-Tag das zu verschaffen, was er wirklich verdient gehabt hätte &#8211; eine Politisierung.</p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/stadthalle_2.jpg" alt="Tribunal 29/08/2008" width="490" /></div>
<p>In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen.Zum Beispiel die nach der unrühmlichen Rolle des Wuppertaler AStA, und die, wie es dazu kommen konnte, dass ein unsicherer Mit-Organisator in der Lage war, am Morgen des geplanten Tribunals als begehrter Kronzeuge des Stadtmarketings gegen &#8220;gewaltbereite Störer&#8221; in Erscheinung zu treten. Die Wirkung dieser &#8220;Entschuldigung&#8221; des neuen AStA-Vorstands auf mglw. protestbereite, aber unsichere Menschen, die mehrheitlich von inneren Auseinandersetzungen des AStA keine Ahnung haben, ist nicht zu unterschätzen.Eigentlich war der Protest durch die öffentliche Diskreditierung des Aufrufs zum Tribunal durch einen ehemaligen Mitorganisator als &#8220;gewaltbereit&#8221;, von Anfang an auf eine ghettoisierte Normalsituation zurückgeworfen. Ebenso müssen Fragen, die sich mit Inhalt und Form eines Protest &#8211; wie z.B. einem Tribunal gegen die Landespolitik &#8211; beschäftigen, gestellt werden, wenn überhaupt gesellschaftliche Relevanz und eine strategisch offensive Position zurückgewonnen werden soll.Ob eine Beschäftigung mit diesen Fragen möglich sein wird, ist für die Möglichkeit urbaner Selbstbehauptung von grosser Bedeutung &#8211; auf eine Beantwortung dieser und anderer Fragen zu verzichten und stattdessen die Verantwortung dafür, dass zuviele wegbleiben, woanders zu suchen, hiesse, einer ebensolchen Schimäre nachzulaufen, wie die Mehrzahl der feiernden Wuppertaler. Nur heisst sie hier &#8220;kämpferische Community&#8221; und &#8220;Reclaim the Streets&#8221;.&#8221;Wenn sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich.&#8221; (George Orwell, &#8220;1984&#8243;)***<br />
Mit diesem Beitrag wird die UMLOG-Artikelserie zum NRW-Tag in Wuppertal abgeschlossen. Lokales wird zukünftig an anderer Stelle fortgesetzt. Dazu dann demnächst mehr.</p>
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		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (VI)</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 18:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tristesse und Trotz Zugegeben, am Ende dieses Freitags, tief in der Nacht, machte sich im Rückblick auf den Tag schon ein wenig Tristesse breit. Drone-Soundwall auf den Ohren, Hypno-Ampel vor den Augen Nein, der Autor ist nicht beim Trachtenumzug in Sonnborn, und beim Seitenblick in die grinsenden Visagen auf der Ehrentribüne, die momentan vom WDR-Fernsehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tristesse und Trotz</strong></p>
<p>Zugegeben, am Ende dieses Freitags, tief in der Nacht, machte sich im Rückblick auf den Tag schon ein wenig Tristesse breit.</p>
<p><span id="more-103"></span></p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/tristesse.jpg" alt="Blick auf die Wiesenstrasse" width="490" />Drone-Soundwall auf den Ohren, Hypno-Ampel vor den Augen</div>
<p>Nein, der Autor ist nicht beim Trachtenumzug in Sonnborn, und beim Seitenblick in die grinsenden Visagen auf der Ehrentribüne, die momentan vom WDR-Fernsehen gesendet werden, ist klar, dass es auch eine gute Entscheidung war, nicht dorthin zu gehen. Ausserdem stecken die Nachwirkungen einer langen, aber trotzdem enttäuschenden Nacht bei der ADA-Party noch in den Knochen.</p>
<p>Siegesmeldungen wären besser. Aber manche Ereignisse lassen sich nicht als Sieg verkaufen. Viel zuwenig Gäste liessen sich vom beeindruckenden Line-Up der &#8220;Celebration-Time&#8221; anlocken, und leider noch weniger Leute kamen wegen der Solidaritätsaktion mit den Festgenommen des 1.Mai. So blieb, neben den vielen offenen Fragen, mit denen man sich noch wird beschäftigen müssen, lediglich die Erinnerung an sehr gute und teils radikale Sets in der winzigen, kellerartigen &#8220;Kammer&#8221;, deren Ausmasse sich letztlich für den Abend leider als ideal herausgestellt haben. (Anfang der Woche wird es hier auch wieder einen <strong>UMCAST</strong> des um3000-Sets geben.)</p>
<p><img src="http://www.um3000.org/images/andy.jpg" alt="Ada-Party, Kammer am 29.08." width="490" /><br />
<img src="http://www.um3000.org/images/alphawal.jpg" alt="Ada-Party, Kammer am 29.08." width="490" /></p>
<p>Wunden lecken. Weitermachen. Trotzig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (V)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 18:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
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		<category><![CDATA[AStA]]></category>
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		<description><![CDATA[AStA-Steilvorlage für den Staatsschutz Bis zu 200 Menschen haben sich vorhin am Tribunal gegen die Landesregierung beim Empfang der Regierung Rüttgers anlässlich des NRW-Tags 2008 in Wuppertal beteiligt. Erscheint die Anzahl der Tribunalteilnehmer auf den ersten Blick auch etwas enttäuschend, so muss man angesichts eines Possenspieles der Wuppertaler Studentenvertretung, die, nach einer Neuwahl des Gremiums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AStA-Steilvorlage für den Staatsschutz</strong></p>
<p>Bis zu 200 Menschen haben sich vorhin am Tribunal gegen die Landesregierung beim Empfang der Regierung Rüttgers anlässlich des NRW-Tags 2008 in Wuppertal beteiligt. Erscheint die Anzahl der Tribunalteilnehmer auf den ersten Blick auch etwas enttäuschend, so muss man angesichts eines Possenspieles der Wuppertaler Studentenvertretung, die, nach einer Neuwahl des Gremiums am letzten Donnerstag, dem Vorgänger-AStA und letztlich allen protestbereiten Wuppertalern in den Rücken gefallen ist, mit dieser Anzahl widerborstiger Wuppertaler zufrieden sein.</p>
<p><span id="more-93"></span>Dass sich der Wuppertaler AStA auf Veranlassung des neuen Vorstands aus der Organisation der Proteste zurückziehen und demnach ein organisatorisches Vakuum hinterlassen würde, hatte sich ja bereits durch den <a title="Celebration-Time. Der NRW-Tag (!)" href="http://um3000.twoday.net/stories/5146780/main" target="_blank">vom Netz genommenen Aufruf</a> angedeutet, doch damit war der Höhepunkt kontraproduktiven Verhaltens nicht erreicht. Mit einer erbärmlichen, am heutigen Morgen durch die zum Otto-Haussmann-Ring ausgelagerte Pressestelle der Polizei veröffentlichten, <a title="Zur Entschuldigungsmeldung der WZ vom 29.08." href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Entschuldigung</a> ans Stadtmarketing für den ursprünglichen Aufruf zur Teilnahme am Tribunal gegen die Landespolitik und einer unterwürfigen Distanzierung von &#8220;gewaltbereiten&#8221; Protestlern konnte der neue AStA unverhohlen das Spiel von Stadtverwaltung, Unileitung und Staatsschutz spielen. Darüber wird später noch zu reden sein.</p>
<p>Ansonsten bleibt festzuhalten, dass gegenüber der Stadthalle zunächst eine LKW-Bühne und ein Soundsystem etabliert werden konnte, (Stand: 19 Uhr), und dass nach wie vor zum Konzert gegen &#8220;Brutalität im Amt&#8221; um 20 Uhr an der Polizeiwache Döppersberg aufgerufen wird. Es bleibt zu hoffen, dass das Tribunal nur ein &#8211; von Aussen sabotierter &#8211; Aufgalopp eines dann doch noch erinnerungswürdigen Wochenendes gewesen ist. Weiter geht&#8217;s!</p>
<p><img src="http://www.um3000.org/images/tribunal_1.jpg" alt="Tribunal 29/08/2008" width="490" /></p>
<p>Das Tribunal gegen die NRW-Landespolitik heute Nachmittag</p>
<p><img src="http://www.um3000.org/images/tribunal_2.jpg" alt="Tribunal 29/08/2008" width="490" /></p>
<p>Nur die Anzugträger durften an die Stadthalle</p>
<p><img src="http://www.um3000.org/images/tribunal_3.jpg" alt="Tribunal 29/08/2008" width="490" /></p>
<p>Wie so oft: Jedem Demonstranten sein eigener Polizist</p>
<p><a title="Die Seite zum Fest" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Alles zum NRW-Tag &#8211; die Seite zum Fest</a><br />
<a title="AZ Wuppertal" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Autonomes Zentrum Wuppertal</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (IV)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 15:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[NRW-Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Worte des Oberbürgermeisters beherzigen Während der nächsten drei Tage gilt es, die weisen Worte des ehrenwerten Oberbürgermeisters unserer Stadt &#8211; Peter Jung &#8211; zu beherzigen: &#8220;(&#8230;) Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie sich nach Kräften an unserem Nordrhein-Westfalen-Tag beteiligen würden &#8211; wir brauchen Ihr Engegement für den Erfolg.&#8221; (Peter Jung in seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Worte des Oberbürgermeisters beherzigen</strong></p>
<p>Während der nächsten drei Tage gilt es, die weisen Worte des ehrenwerten Oberbürgermeisters unserer Stadt &#8211; Peter Jung &#8211; zu beherzigen: &#8220;(&#8230;) Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie sich nach Kräften an unserem Nordrhein-Westfalen-Tag beteiligen würden &#8211; wir brauchen Ihr Engegement für den Erfolg.&#8221; (Peter Jung in seinem Grusswort in der Wuppertaler Rundschau vom 27.08.2008)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (III)</title>
		<link>http://um3000.org/2008/08/27/celebration-time-der-nrw-tag-iii/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 18:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kultur und alltag]]></category>
		<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[was geht? und wo?]]></category>
		<category><![CDATA[ADA]]></category>
		<category><![CDATA[DJ-Set]]></category>
		<category><![CDATA[NRW-Tag]]></category>
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		<description><![CDATA[Boom! um3000 am NRW-Tag-WochenendeEin in jeder Hinsicht interessantes Wochenende steht vor der Tür. Ministerpräsidenten, die Bundeswehr, das Fernsehen, Trachtengruppen, Artisten, Fliegende Händler, Sportler, Staffelläufer, Promotiontrupps, blackblock und Bereitschaftspolizei en gros haben sich angekündigt, die temporäre Landeshauptstadt Wuppertal mit ihrem Besuch zu beehren. um3000wird da nicht abseits stehen. Gleich zweimal macht es Boom! Am Freitag, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Boom! um3000 am NRW-Tag-Wochenende</strong>Ein in jeder Hinsicht interessantes Wochenende steht vor der Tür. Ministerpräsidenten, die Bundeswehr, das Fernsehen, Trachtengruppen, Artisten, Fliegende Händler, Sportler, Staffelläufer, Promotiontrupps, blackblock und Bereitschaftspolizei en gros haben sich angekündigt, die temporäre Landeshauptstadt Wuppertal mit ihrem Besuch zu beehren. <strong>um3000</strong>wird da nicht abseits stehen. Gleich zweimal macht es Boom!</p>
<p><span id="more-90"></span>Am <strong>Freitag</strong>, den <strong>29.08.</strong> wiederbelebt das Café ADA eine alte Tradition und feiert &#8220;sich. mich. dich.&#8221; in grosser Runde. Dabei ist dem ADA hoch anzurechnen, als einziger Szene-Veranstalter nicht auf den Zug, der zum &#8211; (vom Stadtmarketing ausgerufenen) &#8211; &#8220;Standort starker Marken und Global-Player&#8221; dampft, aufgesprungen zu sein, sondern in die andere Richtung unterwegs zu sein. Vom Eintrittspreis für die &#8220;Celebration-Time&#8221; &#8211; (8,00, bzw. 6.00 Euro für Schüler, Studenten, Arbeitslose) &#8211; geht ein Solidaritätseuro nämlich an den Rechtshilfefonds* der Roten Hilfe Wuppertal für die 199 bei der 1.Mai-Demonstration am Ostersbaum Festgenommenen, die derzeit allesamt noch Anzeigen wegen Landfriedensbruch am Hals haben.</p>
<p>Prima, dass inmitten all der &#8220;NRW-Tag-Partycards&#8221; und gern mitgenommen &#8220;Side-Effects&#8221;, die von der lokalen Clubszene zur grossen Beweihräucherung der CDU-SPD-FDP Landes- und Lokalpolitik beigesteuert werden, ein Schock Wuppertaler Künstler und DJs zeigen, auf welcher Seite sie stehen.</p>
<p>Die ADA-&#8221;Celebration-Time&#8221; beginnt &#8211; fast schon traditionell &#8211; mit einem Nachmitag für Eltern und Kinder um 15°° uhr, und steuert über verschiedene Capoeira- und DJ-Workshops ab 20°° uhr auf ein massives DJ-Line-Up zu.</p>
<p>Auf beiden Etagen und in voraussichtlich drei Räumen geht die musikalische Reise von der Karibik über Mittel- und Nordamerika bis auf den Balkan direkt in die Londoner Clubszene. Reiseleiter sind <strong>Radio Pueblo</strong>, <strong>Championsound</strong>, <strong>Deli-Kutt</strong>, <strong>Schmoove</strong>, <strong>Jester</strong>, <strong>Orson</strong>, <strong>Mack</strong> und <strong>Andy</strong>, <strong>Funkexpress</strong> und <strong>alphawal</strong> aus dem AZ, und <strong>um3000</strong>.</p>
<p>Der <strong>um3000</strong>-Set, zwischen experimentellem und Dubstep-Boom! ereignet sich &#8211; wahrscheinlich in der erstmals genutzen &#8220;Kammer&#8221; &#8211; irgendwann so um halb eins in der Nacht &#8211; zwischen Andy und Mack &#8211; und dauert diesmal etwa 75 Minuten. Wann und wo die einzelnen DJs genau zu hören sind, könnt ihr einer gesonderten Info entnehmen, die Freitag am Eingang verteilt wird.</p>
<p>&#8220;Celebration-Time&#8221; &#8211; die ADA-Party. Die korrekteste Feier für Freitagnacht.</p>
<div align="center"><a href="http://www.um3000.org/images/celebration_front.jpg" title="Zur grossen Version des Flyers - 100 kb" target="_blank" rel="lightbox[90]"><img src="http://www.um3000.org/images/celebration_front_245.jpg" alt="Flyer 29/08-Front" width="240" /></a><a href="http://www.um3000.org/images/celebration_back.jpg" title="Zur grossen Version des Flyers - 180kb" target="_blank" rel="lightbox[90]"><img src="http://www.um3000.org/images/celebration_back_245.jpg" alt="Flyer 29/08-Rückseite" width="240" /></a></div>
<p>Am nächsten Abend, <strong>Samstag</strong>, <strong>30.08.</strong> geht es dann in die Nähe des Hauptquartiers von Team Green. (Ausgerechnet!) Irgendwo auf der Allee des Friedrich Engels kurz hinter der Ost-West-Grenze, vibriert ein wahrscheinlich ereignisreicher Tag mit Video-Projektionen und einem speziell zusammengestellten <strong>um3000</strong>-Soundtrack nach und nach aus. Einfach auf bewegliche Lichter schauen &#8211; dann werdet ihr&#8217;s schon finden. Wann&#8217;s losgeht, ist noch unbekannt. Gegen 21°° uhr mal einzutreffen, kann aber kein Fehler sein.</p>
<p>Man sieht sich.</p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/boom.jpg" alt="e-Flyer 30/08" width="480" />*: Rechtshilfefonds der Roten Hilfe Wuppertal e.V. für die 199 Festgenommenen des 1.Mai: Gemeinschaftsbank e.G. BLZ 430 609 67 Konto: 400 7238 304, Stichwort: &#8220;1.Mai 2008&#8243;</div>
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		</item>
		<item>
		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (II)</title>
		<link>http://um3000.org/2008/08/26/celebration-time-der-nrw-tag-ii/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 18:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bespasssung]]></category>
		<category><![CDATA[NRW-Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[Unerwünschte Eigeninitiave Der Wuppertaler an sich. Das ist ein seltsamer Menschenschlag. Etwas krude, ein wenig mürrisch, zäh und voller eigensinnigem Tatendrang bis hin zum Aktionismus. Eine grosse Tradition sektiererischer Gemeinden und widerborstiger Individuen zeugt davon. Manchmal ist das selbst der eigenen Stadtverwaltung nicht ganz geheuer. Dann ist Schluss mit lustig. Da will man für seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unerwünschte Eigeninitiave</strong></p>
<p>Der Wuppertaler an sich. Das ist ein seltsamer Menschenschlag. Etwas krude, ein wenig mürrisch, zäh und voller eigensinnigem Tatendrang bis hin zum Aktionismus. Eine grosse Tradition sektiererischer Gemeinden und widerborstiger Individuen zeugt davon. Manchmal ist das selbst der eigenen Stadtverwaltung nicht ganz geheuer. Dann ist Schluss mit lustig.<br />
<span id="more-88"></span>Da will man für seine Bürger ein schönes Tschingderassa-Bumm veranstalten, so richtig mit Bundeswehrbeteiligung, Trachtengruppen und dem besten, was ansässige Konzerne für eine Bespassung des Plebs herzugeben bereit sind, und die Leute danken es nicht. Stattdessen maulen sie herum und kommen doch tatsächlich mit eigenen Ideen. Da feiert der eine Stadtteil parallel zum grossen NRW-Kindergeburtstag einfach sein eigenes Fest, die Einzelhändler sind empört, weil Auswärtige die Generation Wurst mit Fettkringeln versorgen sollen und nicht sie selber, und dann laden auch noch welche ihre Freunde in Eigeninitiative zur grossen Fete ein.</p>
<p>Einige Bürger der Stadt hatten nämlich tagelang über ein eigenes Programm für ihre Bekannten nachgedacht, an dem sich auch alle anderen würden beteiligen können. Sie haben dafür viel Zeit, Arbeit und Geld in bunte Heftchen und unterhaltsam zu lesende Internetzseiten investiert, damit möglichst alle davon erfahren. Und sie haben sogar, ganz brav, das etwas bekiffte Logo einer schlingernden Schwebebahn für ihre eigenen Einladungen verwendet, das die Marketing GmbH der Stadt doch eigens als Motiv zur Weiterverwendung angeboten hatte.</p>
<p>Sie haben das Heftchen ausgelegt, gar nicht wild, sondern extra in dafür vorgesehene Prospektständer an vielen öffentlichen Stellen, und es sah ganz toll aus &#8211; es war von den teuren Prospekten der Superprofis in der Marketing GmbH fast nicht zu unterscheiden und dabei origineller getextet.</p>
<div align="center"><a href="http://www.um3000.org/images/nrw-tag_flyer.jpg" title="Zur grossen Version des Bildes - 1.5 mb" target="_blank" rel="lightbox[88]"><img src="http://www.um3000.org/images/nrw-tag_flyer_490.jpg" alt="Bild der alternativen Einladung" width="490" /></a>Gastfreundschaft unerwünscht? Einladungen in Eigeninitiative</div>
<p>Doch genau das muss die Leute im Stadtmarketing geärgert haben. Soviel Eigeninitiative und Gastfreundschaft war mit dem von ihnen ausgedachten Slogan &#8220;Wuppertal bewegt. Sich. Mich. Dich.&#8221; offenbar nicht gemeint. Sie lancierten böse Berichte in den lokalen Medien und reagierten sehr empört. Ihre Mitarbeiter mussten von nun ab täglich nachsehen, ob die fremden bunten Heftchen wieder irgendwo herumlagen um sie einzusammeln. Man sprach gar von einer widerrechtlichen Verwendung der merkwürdig bekifften Schwebebahn, die man doch eigentlich allen geschenkt hatte, um damit Eingangstüren, Autoblech, Küchenkacheln oder sonstwas zu verzieren. Nur eben keine bunten Heftchen &#8211; zumindest nicht, wenn sie toller getextet waren als die eigenen.</p>
<p>Das ist eigentlich doof. Schliesslich muss man seine Wuppertaler doch kennen, wenn man auf einem der prima bezahlten BAT-Jobs anheuert. Da darf man nicht beleidigt reagieren, nur weil sich die Bürger der Stadt &#8216;was Eigenes ausdenken. Das haben die doch immer schon gemacht.</p>
<p>Und es ist auch gar nicht gastfreundlich. Was sollen die ganzen, in Eigeninitiative eingeladenen Gäste von ausserhalb jetzt denken, wenn das für sie zusammengestellte Programm jetzt nicht mehr öffentlich ausliegt? Will das Stadtmarketing zehntausende aktionssuchende junge Leute orientierungslos in der Stadt herumirren lassen? Will das Stadtmarketing vielleicht gar keine feiernden Besucher des NRW-Tags?</p>
<p>Damit dieser Eindruck nicht entsteht, soll das wirklich tolle, in grandioser Eigeninitiative der Bürger entstandene Programm auch an dieser Stelle nochmals veröffentlicht werden:</p>
<div align="center"><strong><strong>Das Bürgerprogarmm am Freitag, 29.08.2008</strong></strong>An der Stadthalle, Johannisberg/Kleeblatt:<br />
• 16:00 uhr: Tribunal gegen die Politik der NRW-Landesregierung<br />
• ab 17:30 uhr: Stadthalle: Teilnahme (versuche) an Kabinettssitzung und NRW-Gala.<br />
• ab 18.00 uhr: Landesweite Protestkundgebung gegen Studiengebühren (AStA Wuppertal)<br />
• 20:00 uhr: Polonaise zum Döppersberg<br />
• 20:00 uhr: Demonstration gegen StudiengebührenVor der Polizeiwache Döppersberg:<br />
• ab 20:00 uhr: Konzert gegen Polizeigewalt in NRW &#8211; Es spielen u.a. Microphone Mafia, Klaus der Geiger, Capito Si, S1R, Compania Bataclan und Simple Tings<br />
• ab 23.00 uhr: Demonstration gegen Polizeigewalt, Dummheit und Brutalität im Amt<br />
• ab 24.00 uhr: Kollektives Sleep In im Camp auf der Hardt (nähe Grillpavillion), den veganen Campabschnitt findet ihr an den Gewächshäusern am Botanisches Garten.Von anderen Gruppen:<br />
• 11.00 uhr: Pressekonferenz auf der Staumauer der Wupper-Talsperre unter dem Motto “Das NRW-Fest fluten! Don´t forget Möhne &#8211; Bomber Harris do it again!”<br />
• 14.00 uhr: Mahnwache vor dem Unternehmerkongress mit dem Brecht-Chor<br />
„der Haifisch der hat Zähne“.<br />
• 18.49 uhr &#8211; Stadthalle Haupteingang: Flash Mob “Kleiner Hai – Eat the Rich!”<br />
• 20:00 uhr &#8211; vor der Stadthalle: Demonstration gegen das Rauchverbot Smoke-In im Smoking: freie Vereinigung nordrhein-westfälischer Bar- und Kneipenwirte<br />
gegen das Rauchverbot.<br />
• 22:00 uhr: Araltankstelle vor dem Polizeipräsidium: Autorennen gegen die hohen Spritpreise. Autokorso zur Stadthalle.<br />
• 22.00 uhr: Treffpunkt Schauspielhaus: Gegenkundgebung &#8211; Fahrraddemo gegen den niedrigen Benzinpreis.<br />
• ab 22.00 uhr: Celebration-Time &#8211; Party im Café Ada</p>
<p>Das Bürgerprogarmm am Samstag, 30.08.2008</p>
<p>• ab 10:30 uhr: Gemeinsames Frühstück im Camp auf der Hardt<br />
• ab 12:00 uhr &#8211; Treffpunkt Minna Knallenfalls (Elberfelder Innenstadt):Transbergischer Stadtrundgang &#8211; direkte Aktionen und Spaziergänge zu Polizeigewalt, Ausbeutung und staatlichen Rassismus.<br />
• ab 13:30 uhr Treffpunkt Sonnborn Hauptkirche: Festparade der Brauchtumsvereine und Schützenkönige, auch wir AbschiebehaftgegnerInnen, Hartz IV-Betroffenen (mit schwarzem Block) und StudentInnen gegen Studiengebühren reihen uns in die Demo ein. Das WDR Fernsehen überträgt live und MP Rüttgers sitzt mit Ehrengästen auf der Ehrentribüne.</p>
<p>Von anderen Gruppen:<br />
• ab 15:00 uhr: internationales Punktreffen am Wuppertaler ZOO und am Barmenia Beach, Kampftrinken, Dosenwerfen,…<br />
• Abends &#8211; Reclaim the Beach &#8211; Beachparty mit Punkbands<br />
• Punk Camp am Barmenia Beach</p>
<p>Samstag abend:<br />
• Rave gegen das Verzehrverbot in der Schwebebahn und gegen die Bereitstellung von Gefangenenbussen für den 1. Mai. (Details werden kurzfristig bei youtube bekanntgegeben)<br />
• Treffpunkt Samstag 22:00 Hauptbahnhof Gleis 1: Die Wuppertal Bewegung lädt zur Techno-Tunnel Party im Tunnel Kleeblatt. Tanzparty gegen Fledermäuse und für noch mehr Ein-Euro Jobs. Wer als Ein-Euro-Jobber verkleidet erscheint, bekommt ein Gratismedikament. (Kommt rechtzeitig mit der Bahn, weil es zu Verkehrsstörungen aus Richtung Köln kommen kann)</p>
<p>Das Bürgerprogarmm am Sonntag, 31.08.2008</p>
<p>• Katerfrühstück am Barmenia-Beach<br />
• Unkonventionelle Teilnahme am Triathlon<br />
• Dampflok Blockade als Training fürs Wendland : mit X-tausendmal quer<br />
• Müllaktion „Kein Mülltourismus aus Neapel“ der einheimische Müll stinkt zum Himmel- Performance in den City Arcaden &#8211; bringt euren Müll mit!<br />
• Beachfußballturnier um den Günter Pröpper Cup am 31. August 2008 auf dem Barmenia-Beach zwischen 12-18 Uhr<br />
• ab 14:30 uhr beginnt am gleichen Ort auch ein Raufballturnier<br />
• ab 14:00 uhr Teilnahme am Umzug des Landes NRW mit blackblock</p>
</div>
<p>Weitere Infos:<br />
<a title="Zum Aufruf" href="http://planbwuppertal.wordpress.com/2008/08/06/nrw-tag-in-wuppertal/" target="_blank">Aufruf zum Tribunal gegen die NRW-Landespolitik</a><br />
<a title="Die Seite zum Fest" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Alles zum NRW-Tag &#8211; die Seite zum Fest</a><br />
<a title="AZ Wuppertal" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Autonomes Zentrum Wuppertal</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (I)</title>
		<link>http://um3000.org/2008/08/25/84/</link>
		<comments>http://um3000.org/2008/08/25/84/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 18:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NRW-Tag.Wuppertal]]></category>
		<category><![CDATA[WZ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://um3000.org/umlog/?p=84</guid>
		<description><![CDATA[Journalistisches Totalversagen Nachdem die Wuppertaler Nachrichtenmonopolisten der WZ &#8211; die sich offenbar eher als Erfüllungsgehilfen der städtischen Marketing GmbH, denn als journalistisches Medium begreifen &#8211; die geplanten Proteste und Aktionen zum NRW-Tag in Wuppertal am nächsten Wochenende wochenlang verschwiegen hatten, hat sich nun, am Dienstag letzter Woche, Andreas Lukesch in der Westdeutschen Zeitung dann doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistisches Totalversagen<br />
</strong><br />
Nachdem die Wuppertaler Nachrichtenmonopolisten der WZ &#8211; die sich offenbar eher als Erfüllungsgehilfen der städtischen Marketing GmbH, denn als journalistisches Medium begreifen &#8211; die geplanten Proteste und Aktionen zum NRW-Tag in Wuppertal am nächsten Wochenende wochenlang verschwiegen hatten, hat sich nun, am Dienstag letzter Woche, Andreas Lukesch in der Westdeutschen Zeitung dann doch mal <a title="Zum WZ-Artikel" href="http://www.wz-wuppertal.de/?redid=288635" target="_blank">dazu zu Wort gemeldet</a>. Anhaltendes Schweigen wäre jedoch besser gewesen.</p>
<p><span id="more-84"></span>Offenkundig ohne jeden Versuch einer Recherche bei den Veranstaltern des geplanten <a title="Zum Aufruf" href="http://planbwuppertal.wordpress.com/2008/08/06/nrw-tag-in-wuppertal/" target="_blank">Tribunals gegen die NRW-Landespolitik</a>, und ohne jede kritische Distanz zum Polizeieinsatz am 01.Mai &#8211; bei dem am Ostersbaum <a title="Zum UMLOG-Artikel dazu" href="http://um3000.twoday.net/stories/4943232/" target="_blank">199 Leute willkürlich festgenommen worden waren</a> &#8211; schwankt Lukeschs Artikel zwischen Selbstgefälligkeit, kleinmütiger Sorge um das grosse Fest und kaum verhohlenen Drohungen gegen die autonome Szene, für die er &#8220;einen Polizeisprecher&#8221; zitiert, um ausgerechnet diesen Polizeiüberfall auf die diesjährige autonome 1.Mai-Demonstration als Muster für einen Umgang mit Störern des NRW-Tags zu empfehlen. Dass Lukesch dabei an vielen Stellen einen unfreiwillig komischen Artikel verfasst hat, dürfte bei diesem Eiertanz unvermeidlich gewesen sein.</p>
<p>So war die versuchte Skandalisierung der Tatsache, dass der Aufruf des Wuppertaler AStA zum Tribunal gegen die NRW-Landespolitik über die Universitäts-Homepage verlinkt war &#8211; (wo denn sonst, fragt man sich) &#8211; selbst in den Augen des einzig dazu befragten Uni-Sprechers Michael Kroemer eigentlich nur dann ein Skandal, wenn man dem AStA das &#8220;Recht auf freie Meinungsäusserung absprechen will&#8221;. Gar nicht mehr komisch ist dann jedoch, dass genau das aber mittlerweile offenbar tatsächlich geschehen ist &#8211; die AStA-Seite des Demonstrationsaufrufs ist jedenfalls inzwischen anscheinend vom Netz genommen worden.</p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/screenshot.jpg" alt="Screenshot" width="490" />Freie Meinungsäusserung? Google-Cache-Screenshot.</div>
<p>Noch lustiger wird es allerdings, wenn Lukesch im weiteren Verlauf die pauschale wie unpräzise Behauptung, die Stadthalle sei am nächsten Freitag ohnehin &#8220;Sperrgebiet&#8221; in den Raum stellt, offenkundig nur, um dem ganzjährig redaktionell satt beworbenen &#8220;Wupper-Beach&#8221; an der Stadthalle die Gelegenheit zu geben, darauf hinzuweisen, dass es dort am 29.08. keine Cocktails in die Hohlbirnen zu schütten gibt. Alle also, die darauf hofften, dort an der Cocktailbar zwischen den, in der WZ so gern abgedruckten, im Feinsand liegenden, Bikinimäusen ihren Molotow-Cocktail erstehen zu können, gucken demnach in die Röhre&#8230; Demzufolge erwartet Lukesch neben vielen &#8220;fröhlichen NRW-Tag-Besuchern&#8221; durchaus auch &#8220;mürrische Protestler&#8221;.</p>
<p>Lukeschs Artikel kann in der Summe nur als halb-offizieller Versuch gewertet werden, die einen mittels zu erwartender Aussichtslosigkeit vom Protestieren abzuhalten und die anderen von Vornherein einzuschüchtern. Er stellt schlicht einen neuerlichen Tiefpunkt journalistischen Versagens bei Wuppertals einziger Tageszeitung dar.</p>
<p>Dafür, dass der Plan, Proteste am Wochenende im Keim zu ersticken, nicht aufgeht, können jedoch möglichst viele Leute sorgen, die sich am Freitag-Nachmittag zur NRW-Kabinettssitzung am Johannisberg einfinden, um der Landesregierung, aber auch der Stadtspitze zu zeigen, was sie von der beabsichtigten Selbstbeweihräucherung der Landes- und Lokalpolitiker halten. Lasst euch dort sehen und hören, und bringt jeweils noch eine oder einen mit.</p>
<p>Lasst uns einfach aus dem ganzen NRW-Tag-Wochenende ein Happening machen, dass überregional Beachtung findet, sodass man es bei der Berichterstattung darüber dann vielleicht auch mal mit einigen richtigen Journalisten zu tun bekommt.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.um3000.org/images/no-nrw-tag.jpg" alt="" width="490" height="290" /><br />
Weitere Infos: <a title="Die Seite zum Fest" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">Alles zum NRW-Tag &#8211; die Seite zum Fest</a></p>
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		<title>REPRESSIVES WUPPERTAL: NACHTRAG</title>
		<link>http://um3000.org/2008/07/21/repressives-wuppertal-nachtrag/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 17:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
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		<description><![CDATA[von Der graue Block Es ist an der Zeit, der Ende Mai hier und inzwischen auch hier veröffentlichten kleinen Heimatkunde, die sich mit der gewaltsamen Auflösung der Wuppertaler autonomen 1. Mai Demonstration und der zunehmenden Eskalationssstrategie der lokalen Ordnungspolitik beschäftigte, einige ergänzende Informationen hinterherzutragen. 01- Update: Stellungnahme des Innenministeriums NRW: Als Antwort auf eine mündliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von <strong>Der graue Block</strong></em></p>
<p>Es ist an der Zeit, der Ende Mai <a title="Zum ursprünglichen Artikel" href="http://um3000.twoday.net/stories/4943232" target="_blank">hier</a> und inzwischen auch <a title="Zur Parallelveröffentlichung" href="http://erstermaiw.blogsport.de/2008/06/18/wuppertal-repressive-stadt-im-gruenen" target="_blank">hier</a> veröffentlichten kleinen Heimatkunde, die sich mit der gewaltsamen Auflösung der Wuppertaler autonomen 1. Mai Demonstration und der zunehmenden Eskalationssstrategie der lokalen Ordnungspolitik beschäftigte, einige ergänzende Informationen hinterherzutragen.</p>
<p><strong><span id="more-70"></span>01- Update: Stellungnahme des Innenministeriums NRW:</strong><br />
Als Antwort auf eine mündliche Anfrage der NRW-Landtagsabgeordneten Monika Düker (Grüne) zur Auflösung der Wuppertaler autonomen 1.Mai Demonstration gab es Anfang Juni eine schriftliche Stellungnahme des Innenministeriums.</p>
<p>In dieser werden &#8211; wenig überraschend &#8211; die bereits im Anschluss an die Auflösung der Demonstration veröffentlichten polizeilichen Behauptungen im Wesentlichen wiederholt. Neben den von vielen Augenzeugen bestrittenen Gewalttaten, (Flaschenwürfe, das Verspritzen von Brennspiritus), werden die Vermummung &#8220;zahlreicher Personen&#8221;, sowie &#8220;mit Seilen verbundene Transparente&#8221; und von Badegästen mitgeführte &#8220;Taucherbrillen und Luftmatratzen&#8221; genannt, um den massiven Polizeieinatz und die anschliessende Festnahme von offiziell 199 Personen zu begründen. Gegen alle 199 Festgenommenen wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet.</p>
<p>Dass in der abschliessenden behördlichen Bewertung der Vorgänge als Ziel der völlig überzogenen polizeilichen Massnahmen &#8220;der Schutz friedlicher Versammlungen&#8221; genannt wird, offenbart die Stellungnahme als das, was sie ist: Eine Verdrehung der Tatsachen und ein Freibrief des Innenministeriums für die Einsatzleitung der Polizei. Der volle Wortlaut der mündlichen Anfrage und der ministralen Stellungnahme ist <a title="Zum Wortlaut der Anfrage+Stellungnahme" href="http://erstermaiw.blogsport.de/2008/06/04/stellungnahme-des-innenministeriums" target="_blank">hier</a> dokumentiert.</p>
<p><strong>02 &#8211; Update: Aktionen zum NRW-Tag in Wuppertal:</strong><br />
Dass sich der in Wuppertal am letzten Augustwochenende veranstaltete zweite &#8220;NRW-Tag&#8221; als besonders günstiges Reaktionsfeld anbietet, um der Inszenierung der Stadt als niedlichem &#8220;Standort starker Marken und Global Player“ (aus dem offiziellen Programmkonzept) etwas entgegenzusetzen, wurde ja bereits im <a title="Zum ursprünglichen Artikel" href="http://um3000.twoday.net/stories/4943232" target="_blank">ursprünglichen Beitrag</a> angesprochen.</p>
<p>Inzwischen ist hierzu unter der Überschrift <a title="Zur Aktions-Website" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/" target="_blank">&#8220;NRW-Tag in der Wupper versenken!&#8221;</a> ein vielfältiges Gegenprogramm zum offiziellen Konzept des Stadtmarketings erarbeitet worden, dass für die hoffentlich vielen Teilnehmer aus ganz Deutschland jede Menge Buntes und für die Polizei eine tolle dreitägige Schnitzeljagd im gesamten Stadtgebiet verspricht. Das angedachte Spektrum der Aktionen bietet dabei von einer landesweiten Protestkundgebung des Wuppertaler ASTA gegen Studiengebühren, über einen Teilnahmeversuch an der geplanten Kabinettssitzung mit Empfang und Gala in der Stadthalle, einer geplante &#8220;Demonstration gegen Dummheit und Brutalität im Amt&#8221; sowie einer &#8220;Mahnwache vor dem Unternehmerkongress mit Brecht-Chor&#8221; bis hin zu verschiedenen mehr oder weniger spontanen Konzerten eine Vielfalt an Bewegung, die das schwachsinnige offizielle Motto des Stadtmarketings zum NRW-Tag &#8220;Wuppertal bewegt. Sich. Mich. Dich.&#8221; wörtlich nimmt.</p>
<p>Das gesamte (vorläufige) Gegenprogramm zum NRW-Tag 2008 mit durchaus auch kabarettistischer Sprengkraft, findet sich im UMLOG in den <a title="Kommentar von Mina Knallenfalls" href="http://um3000.twoday.net/stories/4943232/#comments" target="_blank">Kommentaren</a> und auch auf einer mittlerweile eigens eingerichteten <a title="Zur Website NRW-Tag versenken!" href="http://nrwtagversenken.blogsport.de/2008/06/29/2" target="_blank">Website</a>. Über die weiteren Entwicklung der Dinge und auch über mögliche eigene Beiträge zum NRW-Tag 2008 wird natürlich weiter im UMLOG informiert.</p>
<p><strong>03 &#8211; Hintergrund: Demonstrationsrecht:</strong><br />
Warum auf das Recht, sich spontan zu versammeln und auch unangemeldet demonstrieren zu dürfen &#8211; dass bei der Wuppertaler autonomen 1.Mai Demonstration seit mittlerweile zwei Jahrzehnten durchgesetzt wird &#8211; überhaupt bestanden werden muss, erschliesst sich ganz gut aus einem Interview in der Tageszeitung <a title="Zum Interview in der jungen Welt" href="http://www.jungewelt.de/2008/05-31/049.php" target="_blank">&#8220;junge Welt&#8221;</a>, in dem ein Anmelder einer Karlsruher Demonstration im Vorfeld des letztjährigen G8-Gipfels, von seinem Verfahren vor dem Amtsgericht Karlsruhe berichtet. Das interview macht klar, dass es bei der Vorgabe, eine Demonstration oder Versammlung anzumelden, eben nicht nur darum geht, mögliche Demonstrationswege und -zeitpunkte zu kontrollieren, sondern dass die Anmeldung einer Demonstration vielmehr zunehmend auch dazu genutzt wird, das Demonstrationsrecht durch unkalkulierbare Konsequenzen für einen Anmelder insgesamt auszuhöhlen.</p>
<p>Gegenstand des Verfahrens vor dem Karlsruher Gericht waren dabei vor allem Verstösse gegen polizeiliche Auflagen, wie z.B. eine Unterschreitung von Mindestabständen zwischen Demonstrationstransparenten oder das einheitliche Tragen von Sonnenbrillen. Für diese &#8211; durch einzelne Teilnehmer der Demonstration zu verantwortenden &#8211; &#8220;Tatbestände&#8221; wurde der Anmelder persönlich haftbar gemacht. Zum Zeitpunkt des Interviews wurde ihm dafür seitens der Staatsanwaltschaft ein Strafbefehl über 4.800 Euro in Aussicht gestellt. Das dann gegen den anmeldenden Studenten ergangene Urteil belief sich, laut eines Artikels des <a title="Zum Artikel des ND" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/131023.demo-kann-teuer-werden.html" target="_blank">&#8220;Neuen Deutschland&#8221;</a>, dann immerhin noch auf 60 Tagessätze á 15 Euro. Obwohl sich der Anmelder während der friedlich verlaufenen Demonstration weitgehend kooperativ gezeigt hatte, und auch jederzeit für die Einsatzleitung der Polizei ansprechbar gewesen war, wurde er letztlich haftbar gemacht für Vorgänge, die für ihn zu keiner Zeit kontrollier- oder verhinderbar gewesen sind &#8211; immerhin ist es das Wesen einer Demonstration, dass sie sich (noch) nicht als geschlossene Gesellschaft mit Platzreservierung und Einlasskontrolle darstellt.</p>
<p>Konkret bedeutet diese Rechtsprechung die Zwangsverpflichtung anmeldebereiter Personen als willige Hilfssheriffs der Ordnungskräfte. Je nach Auflage müssten demnach Demonstrationsteilnehmer und -blöcke zukünftig persönlich mit Massbändern kontrolliert oder mit Informationen zu unliebsamen Inhalten von Sprechchören oder Transparenten ausgestattet werden, will ein Anmelder einer Versammlung oder Demonstration nicht inkaufnehmen, den Versammlungsort schlimmstenfalls finanziell ruiniert wieder zu verlassen.</p>
<p>In Verbindung mit dem soeben verabschiedeten neuen <a title="Zum Wiki demorecht.de" href="http://demorecht.de/wiki/index.php/Hauptseite#Bayerisches_Versammlungsgesetz" target="_blank">bayrischen Versammlungsgesetz</a>, das zusätzliche neue Straftatbestände definiert, und als Prototyp ähnlicher Gesetze auch in anderen Bundesländern gehandelt wird, stellt die persönliche Haftung für Anmelder von Demonstrationen schlicht ein unkontrollierbares Risiko dar, was dazu führen wird, dass sich zukünftig kaum noch jemand bereit erklären kann, Versammlungen oder Demonstrationen anzumelden.</p>
<p>Das Demonstrationsrecht hätte sich damit durch die Hintertür verabschiedet, und bliebe zukünftig finanzstarken Organisationen vorbehalten, die ggf. einen massiven und durchsetzungsfähigen Ordnungsdienst gegen die eigenen Demonstrationsteilnehmer in Stellung bringen könnten. Die Durchsetzung auch weiterhin nicht angemeldeter Versammlungen und Demonstrationen ist daher nicht etwa die moderne Variante eines &#8220;Räuber und Gendarm&#8221;-Spieles, sondern dient der notwendigen Verteidigung der Möglichkeiten, Widerstand zu leisten und sich öffentlich wahrnehmbar zu artikulieren.</p>
<p>Wie das Karlsruher Urteil gezeigt hat, hätte z.B. eine Anmeldung der Wuppertaler autonomen 1.Mai Demonstration dazu führen können, jemanden für die &#8211; in der Stellungnahme des NRW-Innenministeriums u.A. angeführte &#8211; Vermummung einiger Teilnehmer oder für die mit Seilen verbundenen Transparente haftbar zu machen &#8211; ohne jede Notwendigeit, einzelne &#8220;Verstösse&#8221; individuell nachzuweisen.</p>
<p>Die Festnahme der 199 hätte eine Anmeldung der Demonstration hingegen mit Sicherheit nicht verhindert.</p>
<p><strong>04 &#8211; Die arme Stadt:</strong><br />
Kurz nach der Veröffentlichung des <a title="Zum ursprünglichen Artikel" href="http://um3000.twoday.net/stories/4943232" target="_blank">Ursprungsbeitrages</a> wurde ein <a title="pdf-Download der Pressemitteilung" href="http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Mediencenter/Pressemitteilungen/2008_Pressemitteilungen/2008-05-30_PI_Staedte.pdf" target="_blank">Ranking</a> des wirtschaftsfreundlichen Thinktanks <a title="Zur HWWI-Website" href="http://www.hwwi.org/" target="_blank">&#8220;Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Institut&#8221; (HWWI)</a> publik, in dem Wuppertal von 30 untersuchten grossen Städten Deutschlands auf dem vorletzten Platz landete, und über das u.A. auch in der <a title="Zum Artikel der SZ" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/712/177175" target="_blank">Süddeutschen Zeitung</a> bundesweit berichtet wurde.</p>
<p>Versteht man solche &#8211; z.B. auch von der neoliberalen Kampfmaschine INSM regelmässig durchgeführten &#8211; Untersuchungen seitenrichtig zu lesen, ergibt sich aus ihnen genau jenes Bild einer verarmenden Stadt, in der mehr und mehr Menschen in eine perspektivlose soziale Situation geraten. In der Analyse des Ist-Zustands tut es sich eben nichts, ob man ein Gebilde wie Wuppertal aus der Sicht der Gewinnmaximierung oder aus der Warte des ALG II-Empfängers betrachtet.</p>
<p>Die Rahmendaten sprechen eine eindeutige Sprache. Überrascht von solchen Ergebnissen sind daher weder Täter, noch Opfer des Neoliberalismus. Überraschen können solche Resultate bestenfalls schlichte Gemüter wie Stadtdirektor Johannes Slawig, der in einem vom WDR geführten Interview in bemerkenswerter Offenheit zugibt: <em>&#8220;Herr Slawig, bei der wirtschaftlichen Entwicklung deutscher Großstädte landet Wuppertal in der aktuellen HWWI-Studie weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Eine Überraschung für Sie?&#8221; &#8211; Johannes Slawig: &#8220;Das ist schon sehr überraschend.&#8221;</em></p>
<p>Vielleicht sollte sich Johannes Slawig doch mal etwas öfter mit normalen Bürgern der Stadt unterhalten, deren Direktor er sein will. Zum Beispiel mit dem einen oder der anderen der in der Stadt wohnenden Hartz IV-Bezieher. Die Verblüffung würde wohl geringer ausfallen. Muss man noch erwähnen, dass dem befragten Stadtdirektor darüberhinaus nichts einfällt, als weiter auf eben jene neoliberalen Instrumente zu bauen, die diese Stadt für viele Wuppertaler zunehmend erst zu einer feindlichen Umgebung machen?</p>
<p>Die politische Phantasie der lokalen politischen Funktionsträger beschränkt sich bei der Haushaltsplanung, der Stadtentwicklung oder auch der Kulturpolitik inzwischen nahezu ausschliesslich auf eine willfährige Bedienung privater und profitorientierter Interessen &#8211; und das auch noch weitgehend erfolglos, wie die o.a. Studie prima nachweist. Der eventuell vorhandene Rest an geistiger Kreativität geht dann leider für erbärmliches Postengeschacher der beiden, die Stadtverwaltung tragenden Parteien drauf, wie einem, zum Wochenende in der lokalen Monopolzeitung veröffentlichten Interview mit dem Parteivorsitzenden der Wuppertaler SPD, Dietmar Bell, zu entnehmen ist. Unmittelbare Interessen der Wuppertaler Bevölkerung, wie u.A. breitgefächerte Möglichkeiten zur Teilnahme am urbanen Leben oder kostenlose, bzw. zumindest günstige Kultur- und Nahverkehrsangebote kommen hingegen in ihren Überlegungen kaum noch vor. Umso zynischer und wirklichkeitsfremder wirkt da die am letzten Augustwochenende beim NRW-Tag beabsichtigte Selbstdarstellung der Stadt als &#8220;bergische Metropole&#8221; mit hoher Lebensqualität und günstigen Investitionsbedingungen.</p>
<p>Das haben inzwischen auch schon ganz andere erkannt, z.B. sogar die Süddeutsche Zeitung. Deren Einstieg in ihren Artikel zur HWWI-Studie liest sich wie eine Persiflage auf das Credo des Wuppertaler Oberbürgermeisters Peter Jung: <em>&#8220;Ein bisschen mehr Sonne in Wuppertal&#8230; Ein bisschen mehr Fröhlichkeit und weniger Grimmigkeit / und die Welt verändert ihren Lauf in Wuppertal.&#8221; So ungelenk diese Verse eines Wuppertaler Junglyrikers sein mögen, so klar ist doch ihre Botschaft: Der Stadt geht es nicht gut. Es steht zu befürchten, dass es zur Heilung mehr braucht als weniger Grimmigkeit.</em></p>
<p>Eben. Mehr Grimmigkeit. Viel mehr Grimmigkeit&#8230;</p>
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		<title>GUTE NACHT, FREUNDE&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 17:35:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kultur und alltag]]></category>
		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[Kneipe]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Glückwunsch, Nichtraucher. Seit jetzt einer Woche habt ihr nun die Mehrzahl der gastronomischen Einrichtungen auch in NRW für euch allein. Und? Schon prächtig gefeiert? Mit &#8216;nem kecken Glas Sprudel, oder habt ihr es mal so richtig krachen lassen, und euch ein Glas Rotwein geteilt? Hat&#8217;s Spass gemacht, recht alleine in der Kaschemme zu hocken und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Glückwunsch, Nichtraucher. Seit jetzt einer Woche habt ihr nun die Mehrzahl der gastronomischen Einrichtungen auch in NRW für euch allein. Und? Schon prächtig gefeiert? Mit &#8216;nem kecken Glas Sprudel, oder habt ihr es mal so richtig krachen lassen, und euch ein Glas Rotwein geteilt? Hat&#8217;s Spass gemacht, recht alleine in der Kaschemme zu hocken und dem Treiben fröhlicher Menschen vor der Türe zuzusehen? Aber so kann es nicht lange weitergehen. Ist ja heute schon scheisse kalt draussen. Deswegen müssen wir dann jetzt mal los, obwohl es manchmal doch ganz nett war mit euch. Doch halt &#8211; &#8220;&#8230;was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette, und ein letztes Glas im Stehen&#8230;&#8221;</em></p>
<p><a href="http://um3000.org/trax/Freunde.mp3"><strong>+++ gute nacht, freunde – mey +++</strong></a><script type="text/javascript" src="http://mediaplayer.yahoo.com/js"></script></p>
<p><span id="more-65"></span></p>
<div align="center"><img src="http://www.um3000.org/images/smoke.jpg" alt="Rauchen" width="490" /></div>
<p>Also zünde ich mir jetzt erstmal eine an &#8211; während ihr eure Kalorien zählt, hier und da missmutig kleine Fältchen an euren neoliberal durchgefitteten Körpern betrachtet und euch an jeder Wegbiegung Sorgen um die Volksgesundheit macht &#8211; ziehe den Rauch tief ein, lasse ihn ein wenig wirken und blase ihn anschliessend ganz langsam schräg nach oben, damit ich ihn noch eine Weile durchs Zimmer ziehen sehen kann. Die im Aschenbecher abgelegte Zigarette produziert währenddessen dünne, blassblaugraue Rauchkringel, die sanft zwischen Tastatur und Monitor im fahlen Lichtschein durchs Büro tanzen, Gedanken und Assoziationen mit sich nehmend. Ein Raucherporno eben&#8230;</p>
<p>Derart angeregt, denke ich darüber nach, wie es so weit kommen konnte. Von den, bedeutungsvoll an den feuerlosen Bogart gereichten, Streichhölzern einer Bacall in &#8220;To Have and Have not&#8221; bis zur neuerdings behaupteten Verwandtschaft einer gerauchten Zigarette mit einem Gewalt-Gangbang. Zumindest, was Zeigbarkeit in Hollywood -Filmen oder im ZDF-Fernsehgarten angeht. Oder euren Schrecken über &#8220;öffentlich&#8221; konsumiertes Nikotin betrifft.</p>
<p>Was ihr nicht mehr begreift, weil euch eine <a title="Feiner SZ-Artikel zum Thema" href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/801/184226/" target="_blank">Blödness-Industrie ein Paket von Selbstzweifel und Komplex an den Hals gehängt hat</a>: Rauchen ist eine perfekte Zeiteinheit, vor dem Verlassen eines Ortes, zum Fassen eines Gedankens, zwischen einer Mahlzeit und dem folgenden Schnaps. Rauchen ist cool, weil Menschen, die inhalieren und dann kontemplativ den Rauch aus ihren Lungen entlassen, einfach gut und ernsthaft aussehen. Rauchen ist romantisch, weil orangerot aufleuchtende Zigarettenspitzen in der Dunkelheit eines runtergedimmten Raumes kleine Leuchtfeuer des Wachbleibens in einer uns gehörenden Nacht sind. Rauchen macht Freunde, weil gemeinsamer Konsum einer Zigarette ein sozialer Akt ist, der tatsächlich die Kommunikation anregt &#8211; und weil kollektives Berauschen ein Wesensmerkmal höherer Lebensformen ist. Seit langen Zeiten. Seit ganz langen Zeiten. Eigentlich schon immer.</p>
<p>Das alles wird euch aber wenig interessieren. Ihr werdet jetzt Sachen machen, die ihr euch schon ewig gewünscht habt: Mit euren Zwergen im Familienkreis in dunklen Blueskneipen abhängen. Endlich mal einen Chefsalat in der Pommesbude um die Ecke essen. Eure allerletzten Wellness-Erfahrungen oder eure Bätzing-Sammelbildchen hinter den Butzenscheiben einer eichegetäfelten deutschen Eckkneipe austauschen. Apropos Bätzing! Eine sozialdemokratische Drogenbeauftragte! Was ein wahnhaftes Konstrukt&#8230;</p>
<p>Ihr würdet jetzt bestimmt auch gerne mal in eine richtige Disko gehen &#8211; jetzt, wo ausser der Nebelmaschine nichts mehr qualmt. Eigentlich schon gerne, wenn&#8217;s da nicht so laut wäre, oder? Aber keine Sorge &#8211; gab&#8217;s nicht auch schonmal einen sozialdemokratischen Popbeauftragten?</p>
<p>So &#8211; zuende geraucht. Ich treffe mich jetzt gleich mit ein paar Freunden im Raucherclub um die Ecke. Schliesslich dient der Besuch einer Gaststätte dem Rausch. Gerne auch dem Vollen. Wenn ihr uns mal wiedersehen wollt &#8211; kein Problem &#8211; kommt doch vorbei. Wenn ihr zwischendurch dann mal frische Luft braucht, können wir uns gerne auch für &#8216;ne Weile vor die Tür stellen. in diesem Sinne &#8211; gute Nacht, Freunde&#8230;<br />
<script type="text/javascript" src="http://mediaplayer.yahoo.com/js"></script></p>
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