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	<title>UMLOG &#187; 2007</title>
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		<title>HEUTE IST SCHON BEINAH MORGEN</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2007 13:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kultur und alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Barry Ryan]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Jahreswechsel mit besten Grüssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Jahreswechsel mit besten Grüssen.</p>
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		<title>BESCHEUERTEN-AKTIONISMUS</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 13:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[zorn und selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Jungs! Mädels! Wenn ich heute nacht auch nur eine Minute im Dunkeln sitzen sollte, weil ihr euch vom Springerkonzern, von BMW, Daimler oder dem nächstgelegenen Konsumpalast dazu habt animieren lassen, ein vollkommen sinnbefreites und unreflektiertes Vollpfosten-Signal per Lichtschalter auszusenden, an wen eigentlich auch immer, &#8211; ich verspreche euch &#8211; dann werde ich zur Strafe die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jungs! Mädels! Wenn ich heute nacht auch nur eine Minute im Dunkeln sitzen sollte, weil ihr euch vom Springerkonzern, von BMW, Daimler oder dem nächstgelegenen Konsumpalast dazu habt animieren lassen, ein vollkommen sinnbefreites und unreflektiertes Vollpfosten-Signal per Lichtschalter auszusenden, an wen eigentlich auch immer, &#8211; ich verspreche euch &#8211; dann werde ich zur Strafe die nächsten drei Tage die Kühlschranktüre offenstehen lassen, einen Monatseinkauf Rindfleisch in Dosen tätigen und jedesmal, wenn ich die Wohnung verlasse, die Heizung aufdrehen.</p>
<p><span id="more-40"></span></p>
<div align="center"><a title="Zum Foto bei FLICKR" href="http://flickr.com/photo_zoom.gne?id=4901594&amp;size=o" target="_blank"> <img src="http://farm1.static.flickr.com/3/4901594_99f5a1627b.jpg" alt="FLICKR photo" width="490" /></a></div>
<p>Als nächste ganz tolle Aktionen würde ich dann übrigens eine Lichterkette gegen Weihnachtsbaumbeleuchtung, sponsored by katholischer Kirche, ein von Mc Donalds propagiertes kollektives Kühe-Umschubsen in der Silvesternacht und einen öffentlich durch Dr. Best ausgerufenen dreiwöchigen Verzicht aufs Zähneputzen empfehlen.<br />
Natürlich nur, sofern elektrische Zahnbürsten benutzt werden.</p>
<p>Dummheit voran! Symbolismus allez!</p>
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		<title>LISTEN, LEARN + RESIST</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 13:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kultur und alltag]]></category>
		<category><![CDATA[was geht? und wo?]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Che]]></category>
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		<description><![CDATA[Nichts bleibt, wie es ist: um3000 verpasst sich ein neues Label. Nach mehr als fünf Jahren in denen sich viel veränderte, wurde es mal Zeit für einen Wechsel. Stoisch. Stolz und entschlossen, die Kopfhörer als Krone tragend, so schaut Che vom bisherigen um3000-Label einem imaginären Publikum entgegen. Das Logo, das seit 2000 geführt wurde, ursprünglich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts bleibt, wie es ist: um3000 verpasst sich ein neues Label. Nach mehr als fünf Jahren in denen sich viel veränderte, wurde es mal Zeit für einen Wechsel.<em></p>
<p><span id="more-31"></span><br />
</em></p>
<p><a href="http://www.um3000.org/images/um3000_logo2001.jpg" title="um3000 Logo 2001" target="_blank" rel="lightbox[31]"><img src="http://www.um3000.org/images/um3000_logo2001.jpg" alt="um3000 Logo alt" width="200" height="201" align="left" hspace="8" vspace="2" /></a>Stoisch. Stolz und entschlossen, die Kopfhörer als Krone tragend, so schaut Che vom bisherigen um3000-Label einem imaginären Publikum entgegen. Das Logo, das seit 2000 geführt wurde, ursprünglich, um die musikalischen Aktivitäten zu markieren, wandelte sich im Laufe der Zeit dabei immer mehr zu einem aktionistischen Logo für Diverses. Es hing daher z.B. nicht nur hinter den DJ-Decks beim legendären Kölner Grillen zum Advent, sondern unter Anderem auch &#8211; als &#8220;Support Your Local Team&#8221;- Zaunfahne &#8211; bei Heim- und Awaymatches des alten WSV, bevor S.Y.L.T. dann dessen Fusionsmutation den Kaninchenzüchtern im Vorstand überliess. (Auf dem Bild rechts: Beim 2:1 Auswärtssieg am Hamburger Millerntor, im Winter 2004, mit Unterstützer) Es begleitete Aktionen wie &#8220;UBUTU&#8221; zur autonomen 1.Mai-Demo im Kiez, ebenso wie kleine, halblegale Parties hier und dort.</p>
<p><a href="http://www.um3000.org/images/st_pauli.jpg" title="S.Y.L.T. am Millerntor" target="_blank" rel="lightbox[31]"><img src="http://www.um3000.org/images/st_pauli.jpg" alt="S.Y.L.T. bei St.Pauli" width="200" height="267" align="right" hspace="8" vspace="2" /></a>Jetzt war es Zeit für eine nachdenklichere Version des Motives. Nicht nur, dass die eigene Sache mit der öffentlichen Schallplattenvorführung fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, sich demnach auch die eigenen musikalischen Vorlieben &#8211; wieder einmal &#8211; verschoben haben, weg von Floors und Beats, hin zu rhytmischem Gefrickel und geräuschhaftem Gerumpel, auch die Gesamtheit einer einstmals tendenziell subversiven Alltagskultur hat sich zu etwas verändert, dem man nur noch schwerlich stolz und entschlossen begegnet.</p>
<p>Vor allem auch auf deutschen Floors &#8211; zwischen Instant-Hauptstadt im Osten und Megapolis im Westen &#8211; regiert mittlerweile eine fremdbestimmte und besinnungslose Partystimmung kleiner autistischer Zirkel, die &#8211; ohne jede Reflektion &#8211; jeweils das für Party halten, was ihnen als solche verkauft wird. Und in den Fussball-Kurven des Landes sieht es &#8211; spätestens seit der dummbratzigen Märchenerzählung des Sommers von 2006 &#8211; eher noch schlimmer aus. Der getanzte und auf den Rängen ausgetragene Behauptungswille von sich einstmals selbst definierenden und tendenziell autonomen Individuen, ist mehr und mehr zu einem eklig-klebrigen Abziehbild medial vorgegaukelter Lebensfreude verkommen, die erst dann auch als solche wahrgenommen wird, wenn sie sich selbst wieder medial perpetuiert. Sei es durch austauschbare, pseudoempörte Skandalberichte der Leitmedien, durch das vollständige Nichts einer vorgeblichen &#8220;Talk of the Town&#8221;- Berichterstattung &#8211; inklusive &#8220;exklusiver&#8221; Fotostrecken, die ewig die gleichen, benebelten Fratzen von Partychicks und dürftig posende gläserschwingende Aushilfshelden zeigen, oder aber auch durch behelfsweise selbst in die Tastatur gebröckelten Auswurf, der die &#8220;sozialen Netze&#8221; des so called &#8220;web 2.0&#8243; überschwemmt. In sämtlichen Grenzbereichen jenseits einer gesellschaftlichen Konformität hat die Reaktion das noch vorhandene Widerstandspotential inzwischen massiv in die Defensive gedrängt. Restauration 2.0.</p>
<p>Hiphop ist heute das Zelebrieren kleinkrimineller Leitbilder, wie sie sich ein Bertholt Brecht nicht klischeehafter hätte ausdenken können, Techno ist der Soundtrack zu, am Rande der Loveparade gedrehten, langweiligen Amateurpornos, Reggae und Dancehall sind nur noch die Maske scheinbar multikultureller Toleranz nachgemachter Wohlstandsdreadlocks &#8211; (die jedoch immer dann ein Ende erfährt, wenn Ihnen mal von Jemandem die Texte übersetzt werden) &#8211; und zorniger Strassenprotest bedeutet heute das &#8220;kreaativ-fröhliche&#8221; Hin- und Herschwenken von strassenkarnevalsken Pappmachèköpfen am Rande von durch Coca Cola gesponsorten Freiluftfestivals, wo doch fliegende &#8211; (und bitte möglichst grosse!) &#8211; Steine der gesellschaftlichen Realität viel eher angemessen wären.</p>
<p>Höchste Zeit also, innezuhalten, zu analysieren, und sich neu aufzustellen. Die Schlacht ist nicht verloren, sie pausiert nur.</p>
<p><strong>¡No pasaran!</strong></p>
<div align="center"><a href="http://www.um3000.org/images/um3000_logo_07.jpg" title="um3000 - Logo neu" target="_blank" rel="lightbox[31]"> <img src="http://www.um3000.org/images/um3000_logo_07.jpg" alt="um3000-Logo" width="490" /></a></div>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>sturm im rotweinglas</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2007 12:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[zorn und selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Grün]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Joschka Fischer ist beerdigt&#8221;, (Cohn-Bendit in der taz), &#8220;Die Grünen entwickeln sich fröhlich zurück zur Illusionärspartei&#8221;, (FAZ), &#8220;unerträgliche Kultur des Basis-Populismus&#8221;, (Leipziger Volkszeitung), &#8220;Die Grünen verlassen (&#8230;) den realpolitischen Kurs, den sie seit 1999 verfolgt haben.&#8221;, (nochmal die taz) &#8211; was war passiert, dass sich die bürgerlichen Medien derart überschlagen? Eine längst überfällige Abrechnug mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>&#8220;Joschka Fischer ist beerdigt&#8221;, (Cohn-Bendit in der taz), &#8220;Die Grünen entwickeln sich fröhlich zurück zur Illusionärspartei&#8221;, (FAZ), &#8220;unerträgliche Kultur des Basis-Populismus&#8221;, (Leipziger Volkszeitung), &#8220;Die Grünen verlassen (&#8230;) den realpolitischen Kurs, den sie seit 1999 verfolgt haben.&#8221;, (nochmal die taz) &#8211; was war passiert, dass sich die bürgerlichen Medien derart überschlagen? Eine längst überfällige Abrechnug mit dem siebenjährigem Verrat aller Prinzipien? Eine endlich korrekte, nachträgliche historische Einordnung des grünen Aussenministers a.D. als Kriegstreiber? Parteiausschlussverfahren gegen eine, anscheinend virtuell noch immer regierende, Funktionärsclique? Nichts von alldem. Nichts, ausser einem grünentypischen, folgenlosen Sturm im Rotweinglas.</p>
<p></em></p>
<p><span id="more-25"></span>Zugegeben, es hat Spass gemacht, zuzusehen, wie auf der ausserplanmässigen Bundesdelegierten-Konferenz am Samstag ein zunehmend entgleister Cohn-Bendit während seiner gebrüllten Forderung nach Zustimmung zum Kampffliegereinsatz ausgebuht wurde. Es war vergnüglich, zu sehen, wie ein mit blauem Binder angetretener Bütikofer diesmal mit hohlem Menschenrechtsgeschwafel auf Granit biss &#8211; (was bei einem, der seine politische Karriere im <a title="Wikipedia: Geschichte des KBW" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#Geschichte" target="_blank">Kommunistischen Bund Westdeutschlands</a> begann, und als KBWler solch ausgewiesene Menschrenrechtsexperten wie den <a title="Wikipedia-Eintrag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pol_Pot" target="_blank">Bruder Nr.1, Pol Pot</a> oder <a title="Wikipedia-Eintrag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Idi_Amin" target="_blank">Idi Amin Dada</a> unterstützte, auch mal allerhöchste Zeit war) &#8211; und es erfüllte mit Befriedigung, dass selbst die Partei-Glucke Roth diesmal nicht in der Lage war, einen Konflikt mit ihrer emotionalen Wirrnis zuzudecken. Das war es aber auch.</p>
<p>Und das kennt man auch schon. Es passiert nicht oft, aber immer mal wieder, dass die Basis der Grünliberalen bei folgenlosen Entscheidungen &#8211; (und folgenlos und halbherzig ist diese verweigerte Zustimmung zum <a title="Antrag im Original" href="http://www.gruene.de/cms/partei/dok/195/195151.neue_perspektiven_fuer_afghanistan.htm" target="_blank">Afghanistan-Leitantrag der Parteispitze</a>) &#8211; ihr Mütchen kühlt. Aber nur, um danach regelmässig umso handzahmer mit den zuvor &#8220;Abgestraften&#8221; umzugehen und mit grüner Ergebenheit zu ertragen, dass diese eben nicht gewillt sind, Parteitagsbeschlüsse auch umzusetzen. Dieses Kunststück wurde diesmal sogar schon geschafft, während noch gebuht wurde.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://farm2.static.flickr.com/1260/582241350_24faa4a518_d.jpg" alt="" width="500" /></p>
<p>Denn anders, als in den meisten Pressekommentaren suggeriert, hat der Sonderparteitag der Grünen sich mitnichten gegen eine Fortführung von ISAF und OEF in Afghanistan ausgesprochen. Vielmahr hatte jener Antrag der <a title="Übersicht der verschiedenen Anträge zur Delegiertenkonferenz" href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/afgh/gruene3.html" target="_blank">Grünen Friedensinitiative, der einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan in der ersten Jahreshälfte 2008 forderte</a> und damit tatsächlich ein Ende des kriegsbefürwortenden Kurses der Partei bedeutet hätte, keinerlei Chance auf Annahme, sodass den Abgeordneten die Möglichkeit erhalten blieb, sich bei der anstehenden Abstimmung im Bundestag einfach zu enthalten.</p>
<p>Gar nichts deutet demnach daraufhin, dass in absehbarer Zeit eine kritische Auseinandersetzung des ehemals &#8220;linksalternativen Projektes&#8221; mit der eigenen Geschichte stattfinden wird, wenig Aussicht besteht darauf, dass der eigene Anteil an einer, durch sieben Jahre Schröderfischer erzeugten, kapitalistischen &#8220;Alternativlosigkeit&#8221; aufgearbeitet werden wird.</p>
<p>Anstatt selbstkritisch zu hinterfragen, wie die rot-grüne Regierungs-Politik sämtliche Hoffnungen auf einen gerechten gesellschaftlichen Wandel durch Wahlen auf Jahre hinaus diskreditiert hat, anstatt die eigene Rolle ernsthaft zu reflektieren, die man bei der Remilitarisierung deutscher Aussenpolitik spielte, oder mit der man dem Staatsapparat immer weitergehende Befugnisse zugestand &#8211; (auf deren Basis Schäubles STASI 2.0-Projekt überhaupt erst entstehen konnte) &#8211; anstatt mit irgendetwas davon mal anzufangen, und mit den dafür verantwortlichen Ödlingen, von Fischer bis Kuhn, abzurechnen, wird mit der samstäglichen &#8220;Ja und Nein&#8221;- Vorgabe für eine Abstimmung, bei der es auf die Grünen gar nicht ankommt, wieder mal rein symbolisch aufgemuckt, und in der Folge nervendes Maulheldentum praktiziert werden.</p>
<p>Wir werden es schon sehen, erst recht, nachdem die bürgerliche Presse ihre Kübel ausgeschüttet, und das orwellsche Hohlsprech der anderen Blockparteien erneut klargemacht hat, wie wenig Spielraum einer Organisation zugestanden wird, die sich auf die Spielregeln des Sytems einlässt.</p>
<p>Solange die Grünen &#8211; ihre Basis, ihre Wählerschaft &#8211; sich die grosse Lebenslüge, der sie 1998 endgültig aufgesessen sind, und auf die ihre Führung jahrelang zielstrebig hinarbeitete, nicht bewusst machen, solange wird man sie nicht anders wahrnehmen können, als als kleinbürgerliche Mittelstandspartei, die die Wohlstandssicherung ihrer Klientel mit der Forderung nach qualitativen Lebensmitteln zu kombinieren weiss.</p>
<p>Man wird sie schlicht nicht ernstnehmen können &#8211; auch, wenn es manchmal Spass macht, ihren kleinen, folgenlosen Rebellionen zuzusehen.<em></em></p>
<p><img class="alignnone" src="http://farm2.static.flickr.com/1033/582241294_720bacd9bd_d.jpg" alt="" width="500" height="154" /></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>erich&#8217;s in da house !</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 11:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[kiez und umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[lüge und wahn]]></category>
		<category><![CDATA[Engels-Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Honecker]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostblock]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern vor zwanzig Jahren war Erich Honecker in der Stadt. Ein kurzer Rückblick. Am 09.09.1987 besuchte Erich Honecker die lange, schmale, seltsame Aktivistenstadt im Rahmen seines Staatsbesuches der BRD. Vor dem Ende des real ausprobierten Sozialismus gehörte die Heimatstadt des frühen Aktionisten Friedrich Engels zum Pfichtprogramm vieler offizieller sozialistischer Gäste. Das bis heute als Museum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern vor zwanzig Jahren war Erich Honecker in der Stadt. Ein kurzer Rückblick. </strong></p>
<p>Am 09.09.1987 besuchte <a title="Biografischer Eintrag" href="http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HoneckerErich" target="_blank">Erich Honecker</a> die lange, schmale, seltsame Aktivistenstadt im Rahmen seines Staatsbesuches der BRD. Vor dem Ende des real ausprobierten Sozialismus gehörte die Heimatstadt des frühen Aktionisten <a title="Wikipedia-Eintrag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Engels" target="_blank">Friedrich Engels</a> zum Pfichtprogramm vieler offizieller sozialistischer Gäste.</p>
<p><span id="more-19"></span>Das bis heute als Museum betriebene &#8220;Engelshaus&#8221; &#8211; eines von mehreren Gebäuden der Familie in der Stadt &#8211; und die davor aufgestellte acht Tonnen schwere Marmor-Skulptur des Wiener Bildhauers <a title="Wikipedia-Eintrag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hrdlicka" target="_blank">Alfred Hrdlicka</a>, die die Befreiung der ausgebeuteten Arbeiterschaft symbolisiert, waren beliebte Abstecher im oft freudlosen Besuchsalltag diverser Delegationen der verschiedensten Bruderländer. Vorbei. Heute kommt kaum noch jemand. Man sollte mal in Trier fragen, wie&#8217;s denen damit geht&#8230;</p>
<p>Von Erichs Besuch in der frühindustriellen Metropole blieb seinerzeit nicht viel mehr, als ein seltsamer Teerweg, quer durch die Rabatten, auf dem die Besuchs-Kolonne schnellstmöglich wenden konnte. &#8220;Honeckers Wendeschleife&#8221;, auf die &#8211; sehr zu seinem Missfallen &#8211; nur zwei Jahre später schliesslich sein ganzes Land geriet, blieb der Stadt noch einige Jahre erhalten. Sie diente lange als Stellfläche für solid-schicke 70er-Waschbetonkübel mit vertrockneten Zierpflanzen und erinnerte so, designtechnisch durchaus stilsicher, an jenen &#8220;historischen Moment&#8221;.</p>
<p>Das allgemeine Medieninteresse während des Staatsbesuches in W-Tal galt damals hingegen weniger der DDR-Delegation, als vielmehr der peinlichen Promo-Aktion Udo Lindenbergs, der dem gequält lächelnden alten Mann Honecker während seiner Visite im Bergischen eine Elektro-Gitarre schenkte.</p>
<p>(Udo Lindenberg) &#8220;Als Symbol unserer gemeinsamen Friedensbemühungen habe ich Ihnen eine Gitarre mitgebracht, mit einem Slogan drauf, der Slogan heißt: &#8216;Gitarren statt Knarren, für eine atomwaffenfreie Welt im Jahr 2000.&#8217; Die Gitarre möchte ich Ihnen, lieber Erich Honecker, überreichen.&#8221;<br />
(Erich Honecker) &#8220;Danke, Gitarren statt Knarren, sehr richtig, weiterhin viel Erfolg und auf Wiedersehen in der Deutschen Demokratischen Republik.&#8221;</p>
<p>Dass es dazu kommen konnte, überrascht noch heute. War doch der ganze Staatsbesuch eine extrem verkrampfte Angelegenheit und ziemlich umstritten gewesen, weswegen er von den Stellen der DDR im Vorfeld auch gewohnt locker und spontanistisch vorbereitet worden war. Sogar der Eintrag ins Gästebuch des Engels-Museums wurde vorab eingedruckt, wie uns die Lokalpresse zum Wochenende verriet.</p>
<p><em>&#8220;Engels Werk ist in der Deutschen Demokratischen Republik Wirklichkeit und lebt in unserem Wirken für einen sicheren Frieden in der Welt und für das Wohl und das Glück der Menschen in unserem sozialistischen deutschen Staat fort.&#8221;</em> Hugh!</p>
<p>Nach wenigen Stunden war der &#8220;historische Besuch&#8221; am historischen Engels-Zentrum gelaufen. Die DDR-Besucher eilten weiter. Ihre Mission waren die Festigung der &#8220;gegenseitigen Anerkennung&#8221; durch Pomp and Circumstances, Gefeilsche mit dem dicken König um eine endgültige Grenzziehung in der Elbmitte und Besichtigungstouren westdeutscher Industrieunternehmen, die den Staatsgast auch gerne hofierten und durch ihre Konzernzentralen führten. Schliesslich hatte der klamme deutsche Staat östlich der Elbe durch Westkredite wieder Möglichkeiten. Etwas, woran sich wenige Jahre später, als man den anerkannten Staatsgast von September 87 ins chilenische Exil abschob, niemand mehr erinnern wollte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.um3000.org/images/EH.jpg" alt="" width="450" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong></strong> <em><strong>Erich Honecker</strong>, 1912-1994. Eintritt in die KPD 1930, 1935 Festnahme durch die GESTAPO, danach Inhaftierung bis Kriegsende, Befreiung durch die Rote Armee. Ab 1946 Parteivorstand der SED, 1949 Mitglied des ZK der SED. Vollmitglied des Politbüros der SED und Sekretär des ZK ab 1958. Vor August 1961 u.A. mit den Vorbereitungen zum Bau des antifaschistischen Schutzwalls befasst. Ab 1971 Nachfolger von Walter Ulbricht als 1.Sekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Von 1976-1989 Generalsekretär der SED, anschliessend Exil in Chile. Am 29.05.1994 in Santiago de Chile gestorben.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>lasst die leute raus!</title>
		<link>http://um3000.org/2007/03/18/lasst-die-leute-raus/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 17:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[plan und aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[zorn und selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[politische Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>
		<category><![CDATA[Ton Steine Scherben]]></category>

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		<description><![CDATA[nachdem sie die avantgarde verraten, verkauft und verleumdet hatten, tanzten die korrupten oedlinge auf ihrem parteitagsball beschwipst entgrenzt wie nostalgisch geruehrt zu klaengen des songs &#8220;der traum ist aus&#8221;, waehrend andere inzwischen fuer ein vierteljahrhundert im knast verschwunden waren. +++ der kampf geht weiter &#8211; ton steine scherben +++ dabei vergassen sie nicht nur, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nachdem sie die avantgarde verraten, verkauft und verleumdet hatten, tanzten die korrupten oedlinge auf ihrem parteitagsball beschwipst entgrenzt wie nostalgisch geruehrt zu klaengen des songs &#8220;der traum ist aus&#8221;, waehrend andere inzwischen fuer ein vierteljahrhundert im knast verschwunden waren.</p>
<p><a href="http://um3000.org/trax/18032007.mp3">+++ <strong>der kampf geht weiter &#8211; ton steine scherben</strong> +++</a><br />
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<span id="more-10"></span>dabei vergassen sie nicht nur, dass sie auch bessere hymnen der band kannten, sondern auch, dass zwischen vorzimmerdame + schliesser, zwischen zelle + office oft nur ein quentchen entschlossenheit und überzeugung gelegen hatte. <img class="aligncenter" src="http://www.um3000.org/images/richter_27101977.jpg" alt="" width="500" /> <a href="http://um3000.org/trax/18032007.mp3">+++ <strong>der kampf geht weiter &#8211; ton steine scherben</strong> +++</a><script type="text/javascript" src="http://mediaplayer.yahoo.com/js"></script></p>
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